Der Ausfall der städtischen Website in Trier zeigt, wie angreifbar Online-Auftritte sind. Auch kleine Unternehmen, Selbstständige und Kreative müssen Cyberrisiken und Rechtsvorgaben adressieren. Aber welche Risiken drohen und wie kann man sich wirksam absichern?
Website-Sicherheit wird zur Pflichtaufgabe. Gründe hierfür: DSGVO-Vorgaben, Cybersicherheit und auch um drohnende Strafen zu vermeiden. Doch mit einem guten Plan lässt sich Web-Sicherheit umsetzen.
Laut dem „Allianz Risk Barometer 2025“ zählen Cybervorfälle mit 38 Prozent der Nennungen als wichtigstes Geschäftsrisiko weltweit – noch vor Betriebsunterbrechungen und Naturkatastrophen. Dabei nehmen Kriminelle längst nicht nur große Konzerne ins Visier. Automatisierte Angriffswerkzeuge scannen das Internet permanent nach offenen Türen: unsichere Login-Daten, veraltete Content-Management-Systeme, fehlende SSL-Zertifikate oder unzureichende Backups. Wer hier nachlässig ist, wird leicht zum Opfer, egal ob Zahnarztpraxis, Malerbetrieb oder Kreativagentur.
Typische Angriffsarten sind Brute-Force-Attacken auf Passwörter, das Ausnutzen ungepatchter Plugins oder die Infektion mit Malware, die Besucher weiterleitet oder sensible Daten abgreift. Auch DDoS-Attacken, die eine Website stunden- oder tagelang lahmlegen, treffen zunehmend kleinere Unternehmen. Hinzu kommt die Gefahr sogenannter Supply-Chain-Angriffe: Kompromittierte Erweiterungen, Themes oder Drittanbieter-Skripte werden in eigentlich seriöse Systeme eingeschleust und verbreiten Schadcode von innen heraus. Diese Art von Angriff erfordert keine gezielte Auswahl eines Opfers, sondern nutzt die Abhängigkeit von verbreiteten Softwarekomponenten aus.
Rechtliche Stolperfallen: mehr als nur DSGVO
Neben technischen Gefahren drohen rechtliche Konsequenzen. Eine fehlende oder unvollständige Datenschutzerklärung, kein ordnungsgemäßes Impressum oder fehlerhafte Cookie-Banner können empfindliche Abmahnungen nach sich ziehen. Besonders kritisch: Auch eingebundene Drittanbieter können Betreiber in die Haftung bringen. Wer beispielsweise Google Fonts unzulässig einbindet, riskiert Bußgelder oder Abmahnungen. Gleiches gilt für Tracking-Tools ohne korrekte Einwilligung. Für Unternehmen geht es hier nicht nur um Rechtssicherheit, sondern auch um Reputation. Schon ein kleiner Verstoß kann öffentliches Vertrauen kosten und damit Image beschädigen. Zudem nimmt die Zahl der Verfahren wegen fehlender oder mangelhafter Cookie-Consent-Banner stetig zu. Verstöße gelten nicht mehr als Kavaliersdelikt, sondern werden in vielen Ländern von Aufsichtsbehörden systematisch verfolgt. Damit rückt die rechtliche Absicherung in den Alltag jedes Website-Betreibenden.
Um diesen Risiken wirksam zu begegnen, müssen Website-Betreibende mehrere Grundregeln beachten. An erster Stelle steht eine durchgängige SSL/TLS-Verschlüsselung, damit Daten bei der Übertragung nicht abgefangen werden können. Ebenso wichtig ist es, das gesamte System aktuell zu halten: Content-Management-Systeme, Themes und Plugins sollten regelmäßig mit Sicherheitsupdates versehen werden. Auch die Zugangsdaten verdienen besondere Aufmerksamkeit. Komplexe Passwörter in Kombination mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung machen es Angreifern erheblich schwerer, in den Administrationsbereich einzudringen.
Nicht zu unterschätzen ist außerdem die Wichtigkeit regelmäßiger Backups. Sie sollten bestenfalls automatisiert erfolgen und idealerweise extern gespeichert werden, damit im Ernstfall ein schneller Wiederanlauf möglich bleibt. Wer darüber hinaus Wert auf eine datenschutzkonforme Webanalyse legt, sollte auf Lösungen setzen, die ohne Tracking Dritter auskommen oder Daten zumindest anonymisieren. Schließlich dürfen auch die rechtlichen Pflichtangaben nicht fehlen: Ein vollständiges Impressum, eine aktuelle Datenschutzerklärung sowie ein korrekt umgesetztes Cookie-Management gehören mittlerweile zur Basis jeder seriösen Online-Präsenz.
Gerade kleine Betriebe haben selten eine eigene IT-Abteilung. Dennoch können sie mit überschaubarem Aufwand ein hohes Schutzniveau erreichen. Dazu gehören automatisierte Updates, Backup-Lösungen, Firewalls und Monitoring-Tools. Viele Hoster bieten Sicherheitspakete an, die Basisschutz wie DDoS-Abwehr, SSL-Zertifikate oder Malware-Scanning abdecken.
Zusätzlich entscheidend ist ein klares Rollen- und Prozessmanagement. Sicherheitsaufgaben sollten nicht nebenbei erledigt werden, sondern müssen in den Betriebsablauf integriert sein. Verantwortlichkeiten für Updates, Backups und Datenschutz sollten eindeutig verteilt und dokumentiert sein. Ein monatlicher Sicherheitscheck, zum Beispiel durch feste Routinen, bei denen Zertifikate, Logins und Protokolle überprüft werden, kann verhindern, dass Probleme erst im Ernstfall auffallen. Auch die Sensibilisierung der Mitarbeitenden ist unverzichtbar. Viele Angriffe beginnen mit einer Phishing-Mail oder einem manipulierten Link. Schulungen zur sicheren Nutzung von Passwörtern, zum Erkennen verdächtiger Nachrichten und zum korrekten Umgang mit Kundendaten erhöhen die Resilienz erheblich. Selbst in kleinen Teams lohnt sich ein Basis-Sicherheitstraining, das jährlich wiederholt wird.
Stand: 08.12.2025
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Websicherheit und Rechtssicherheit sind elementar für Vertrauen und Geschäftserfolg. Gerade kleine Unternehmen, Selbstständige und Kreative können es sich nicht leisten, digitale Risiken zu ignorieren. Mit klaren Prozessen und den richtigen Tools lassen sich viele Gefahren entschärfen. Ein professioneller Hosting-Partner ist dabei mehr als ein Anbieter von Speicherplatz: Er betreibt TÜV-zertifizierte Rechenzentren, nutzt ausfallsichere Infrastrukturen, bietet automatisierte Backups und setzt auf transparente Sicherheitsprozesse. Wer zusätzlich Wert auf Nachhaltigkeit legt, findet Anbieter, die klimaneutrale Rechenzentren betreiben. So wird aus der Website nicht nur eine digitale Visitenkarte, sondern eine stabile und vertrauenswürdige Plattform für den Geschäftserfolg.
Über den Autor: Florian Monsees, Lead of Product Owners, STRATO Seit über 15 Jahren leitet Florian Monsees Teams, die digitale Produkte wie Webseiten oder Apps entwickeln – zum Beispiel Shops, Bezahlfunktionen oder Logins. Der Schwerpunkt liegt für ihn darauf, Abläufe zu verbessern, klare Ziele zu setzen und Veränderungen erfolgreich umzusetzen – ob bei neuen Funktionen, effizienteren Prozessen oder dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz.