Web-Bedrohungen und Malware im Überblick

Wenn das Internet zur Gefahr wird

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Spam

Bei Spam handelt es sich um den massenhaften Versand unerwünschter Nachrichten, die meist Werbebotschaften jedweder Art enthalten. Postfächer werden von derartigen E-Mails regelrecht überschwemmt.

Anwender kostet insbesondere das Aussortieren von Spam Nerven, während Firmen, Netzbetreiber und Serviceprovider vor allem durch den hohen Netzwerktraffic und die damit verbundenen Datenmengen über Gebühr belastet werden. Bereits 2003 hat die Menge der Spam-Mails das Aufkommen an regulären Nachrichten überstiegen und steigt Jahr für Jahr weiter an.

Mittlerweile filtern die meisten Provider die E-Mail-Postfächer ihrer Kunden automatisch. Auch in den meisten Unternehmen sorgt ein Spamfilter für die Eindämmung der unterwünschten Nachrichten. Allerdings werden Spam-Nachrichten nicht immer zuverlässig erkannt und landen trotzdem im Postfach des Benutzers („false negative“). Umgekehrt kann auch eine reguläre Mail versehentlich als Spam klassifiziert werden und erreicht den Anwender dann nur verzögert oder gar nicht („false positive“).

Durch die beständig besser werdenden Spamfilter und andere Gegenmaßnahmen gehen die Versender der unerwünschten Nachrichten in letzter Zeit verstärkt zu anderen Formen über. Dazu zählen beispielsweise absichtliche Schreibfehler in den E-Mails, um Textfilter in die Irre zu führen, oder Werbe-Nachrichten in Form von Bild-, Video-, PDF- oder Audiodateien.

Verbreitung per Drive-by-Download

Die Chance, sich mit einem ungepatchten Windows-XP-System Malware einzufangen, ist extrem hoch: Laut Sophos besteht eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit, das ein derartiges System innerhalb der ersten zwölf Minuten am Netz infiziert wird. Dafür sind vor allem so genannte Drive-by-Dowloads verantwortlich.

Gemeint ist das unbemerkte Herunterladen von Schadcode von entsprechend präparierten Webseiten. Dabei werden Schwachstellen des jeweils eingesetzten Browsers ausgenutzt – der Nutzer bemerkt in der Regel nichts von dem unerwünschten Download.

Betroffen sind nicht nur speziell eingerichtete Malware-Websites. Hacker verändern immer häufiger hochfrequentierte Internetauftritte und schmuggeln ihre Malware unbemerkt in den Code der Websites ein. Mit rund 30.000 neuen präparierten Websites täglich haben sich Drive-by-Downloads mittlerweile zur wichtigsten Verbreitsart von Schadsoftware entwickelt.

Allgemeine Tipps und Tricks

Die Einhaltung einiger weniger Regeln kann für sorgenfreies Internet-Surfen und gefahrlose E-Mail-Nutzung sorgen. Das jeweilige System sollte stets mittels Patches und Sicherheitsupdates auf dem aktuellsten Stand gehalten werden. Zudem sollte man die jeweilige Sicherheitssoftware in regelmäßigen Abständen mit aktuellen Signaturen und Programmupdates versorgen.

Cookies und aktive Inhalte sollten im Browser deaktiviert werden und nur in Ausnahmefällen oder bei vertrauenswürdigen Websites zum Einsatz kommen. Besonders bei E-Mails unbekannter Herkunft sind Dateianhänge eine ernste Sicherheitsgefahr. Sie sollten ignoriert und umgehend gelöscht werden.

Oft enttarnt etwas Aufmerksamkeit eine trotz aller Vorsichtsmaßnahmen eingetretene Malware-Infektion. Plötzlich deutlich langsamer arbeitende Systeme, Programmabstürze oder hoher Netzwerktraffic bei eigentlich geringer Internetnutzung können Hinweise auf ein infiziertes System sein.

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