Windows Defender Browser Protection

Windows Defender als Chrome-Erweiterung nutzen

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Peter Schmitz

Mit Windows Defender Browser Protection integriert Microsoft Sicherheitsfunktionen aus dem Edge Browser in Google Chrome.
Mit Windows Defender Browser Protection integriert Microsoft Sicherheitsfunktionen aus dem Edge Browser in Google Chrome. (Bild: VIT)

Microsoft stellt Funktionen aus Windows Defender jetzt als Erweiterung in Google Chrome zur Verfügung. Windows Defender Browser Protection kann kostenlos integriert werden und schützt Anwender vor Phishing-Seiten, gefälschten Webseiten und Malware. Der Schutz ist auch für ungeübte Anwender nutzbar, da er unübersehbare Warnmeldungen anzeigt.

Windows Defender Browser Protection integriert Sicherheitsfunktionen aus dem Microsoft Edge Browser in Google Chrome. Auch ohne diese Schutz ist Google Chrome zwar auch generell vor solchen Seiten geschützt, Microsoft verspricht mit Windows Defender Browser Protection eine erhöhte Sicherheit.

Mozilla Firefox setzt übrigens auf den gleichen Schutz wie Google Chrome. Sobald eine gefährliche Webseite aufgerufen wird, blendet Windows Defender Browser Protection einen Warnbildschirm ein. Im „NSS Labs 2017 Web Browser Security Group Test“ hat Microsoft Edge bezüglich der Sicherheit sehr gut abgeschnitten. Daher kann es durchaus sinnvoll sein Sicherheitstechnologien aus Microsoft Edge auch in Google Chrome zu nutzen.

Die Technik nutzt den SmartScreen-Filter, der auch in Windows integriert ist. Google arbeitet mit „Safe Browsing“. Leider arbeiten Microsoft und Google in diesem Bereich nicht zusammen. Die Installation von Windows Defender Browser Protection erfolgt über den Google Chrome Web Store in wenigen Sekunden. Eine Konfiguration ist nicht notwendig. Der Schutz ist über ein neues Icon im oberen, rechten Bereich steuerbar. Nutzbar ist die Erweiterung derzeit nur für Rechner mit Windows.

Über das Icon im Browser kann der Schutz jederzeit aktiviert und deaktiviert werden. Mehr Konfiguration ist für die Erweiterung nicht notwendig und möglich. Daher kann die Erweiterung vor allem unerfahrene Anwender zusätzlich schützen. Windows Defender Browser Protection verhindert unter anderem, dass Webseiten andere Webseiten nachladen, auf denen Betrüger Daten per Phishing abgreifen oder Malware installieren.

Die Erweiterung meldet allerdings jede besuchte Internetseite an Microsoft. Das ist laut Microsoft notwendig, um die Webseite mit der SmartScreen-Datenbank abzugleichen. Wer also Wert auf Datenschutz legt wird die Erweiterung eher nicht nutzen wollen.

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