Wenige Schritte zum sicheren Kennwort

5 Tipps zum sicheren Passwort

| Redakteur: Peter Schmitz

Viele Webseiten und Dienste bedeuten eine uferlose Menge an benötigten Passwörtern. Internetnutzer helfen sich, indem sie sehr einfache Kennwörter oder das gleiche Passwort für verschiedene Dienste nutzen. Das aber macht sie verwundbar für Cyberkriminelle.
Viele Webseiten und Dienste bedeuten eine uferlose Menge an benötigten Passwörtern. Internetnutzer helfen sich, indem sie sehr einfache Kennwörter oder das gleiche Passwort für verschiedene Dienste nutzen. Das aber macht sie verwundbar für Cyberkriminelle. (Bild: i-picture - Fotolia.com)

Vergessene Passwörter sind ein ständiges Ärgernis für die Nutzer von Online-Diensten. Allerdings gibt es einfache Methoden, um sich Passwörter besser merken zu können oder diese sicher aufzubewahren.

Laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom mussten 38 Prozent der deutschen Internetnutzer in den vergangenen zwölf Monaten die Funktion „Passwort vergessen“ nutzen, um wieder Zugang zu einem Online-Dienst zu bekommen. Dabei müssen die Nutzer ihre E-Mail-Adresse angeben und bekommen dann einen Link zugeschickt, über den sie ein neues Kennwort vergeben können.

Laut Umfrage sind einige Nutzer besonders vergesslich: 11 Prozent mussten die Passwort-Funktion in den letzten zwölf Monaten einmal verwenden, 20 Prozent zwei- bis viermal und 7 Prozent sogar mindestens fünfmal.

„Viele Internetnutzer stellt die große Menge der benötigten Passwörter vor Probleme“, sagt Bitkom-Sicherheitsexperte Marc Fliehe. „Viele helfen sich, indem sie sehr einfache Passwörter oder das gleiche Passwort für verschiedene Dienste nutzen. Aber das ist gefährlich und öffnet Hackern Tür und Tor.“

Beachten die Nutzer einige Hinweise, können sie Passwörter besser behalten oder sie wählen eine technische Lösung für das Management ihrer Kennwörter.

Tipp 1: Ein Dienst, ein Passwort

Für jeden Dienst sollte ein eigenes Passwort genutzt werden. Eine Alternative ist es, ein „Grundpasswort“ zu nutzen und dieses für jeden Dienst anzupassen.

Tipp 2: Wörterbücher meiden

Am sichersten sind Passwörter, die aus einer zufällig zusammengewürfelten Reihenfolge von Groß- und Kleinbuchstaben sowie Zahlen und Sonderzeichen bestehen.

Tipp 3: Mehr Zeichen bedeutet weniger Risiko

Nicht nur die Zusammensetzung des Passworts ist wichtig, sondern auch die Länge. Bestand ein sicheres Passwort noch bis vor wenigen Jahren aus 8 Zeichen, sollten es inzwischen schon mindestens 12 bis 16 Zeichen sein.

Tipp 4: Per Eselsbrücke ans Ziel

Um Passwörter zu erstellen, die aus einer unzusammenhängenden Anzahl von Buchstaben und Zahlen bestehen, können die Anfangsbuchstaben aus ausgedachten Sätzen genommen werden, etwa: „Mein Verein gewann das entscheidende Spiel mit 3 zu 2!" Daraus lässt sich ein sicheres und gut zu merkendes Passwort erstellen: „MVgdeSm3z2!“.

Tipp 5: Passwort-Manager als Alternative

Passwort-Manager erstellen auf Wunsch zufallsgenerierte Kennwörter und speichern sie in einer verschlüsselten Datenbank ab, die mit einem Master-Passwort gesichert wird. Anschließend wird nur noch das Master-Passwort benötigt. Für Smartphones und Tablet Computer werden häufig passende Apps angeboten. So können die sicheren Passwörter auch auf den Mobilgeräten genutzt werden. In diesem Fall ist es aber umso wichtiger, dass das Master-Passwort sicher ist und nicht einfach erraten werden kann.

Der Passwort-Manager Encryptr im Einsatz

Kennwortverwaltung

Der Passwort-Manager Encryptr im Einsatz

27.10.15 - Encryptr ist ein neuer Passwort-Manager, der durch simples Design und eine Zero-Knowledge-Synchronisation über das SpiderOaks-Netzwerk punkten möchte. Die Anwendung ist noch relativ jung, bietet jetzt aber schon einige interessante Ansätze. lesen

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