Patches für iOS und iPadOS Apple schließt eine vom FBI genutzte Sicherheitslücke

Von Melanie Staudacher 2 min Lesedauer

Apple schließt eine mutmaßlich vom FBI ausgenutzte Schwachstelle in iOS und iPadOS. Angeblich habe die Behörde Benachrichtigungen eines Signal-Users eingesehen, obwohl diese bereits gelöscht waren. Die unter dem Druck von Signal bereitgestellten Updates lösen das Problem.

Die Schwachstelle  EUVD-2026-25052 / CVE-2026-28950 führte dazu, dass als gelöscht markierte Benachrichtigungen in der Protokollierung von iOS und iPadOS verblieben und dadurch die Vorschauen privater Nachrichten auch nach dem Löschen ausgelesen werden konnten.(Bild:  Kiattisak - stock.adobe.com)
Die Schwachstelle EUVD-2026-25052 / CVE-2026-28950 führte dazu, dass als gelöscht markierte Benachrichtigungen in der Protokollierung von iOS und iPadOS verblieben und dadurch die Vorschauen privater Nachrichten auch nach dem Löschen ausgelesen werden konnten.
(Bild: Kiattisak - stock.adobe.com)

Am 22. April 2026 hat Apple ein überraschendes Sicherheitsupdate für iPhone und iPad ver­öffentlicht. Dies schließt eine Sicherheitslücke, die es ermöglicht hat, private Nachrichten selbst nach ihrer Löschung weiterhin zugänglich zu machen.

Signal drängt auf schnelle Patches

Bei der Schwachstelle handelt es sich um EUVD-2026-25052 / CVE-2026-28950. Ein Ri­si­ko­score ist noch nicht vergeben und in seinem Advisory hält sich Apple mit In­for­ma­tio­nen zurück. „Ein Problem bei der Protokollierung wurde durch eine verbesserte Daten­ano­ny­mi­sier­ung behoben. Diese Schwachstelle ist in den Versionen iOS 18.7.8 und iPadOS 18.7.8 sowie iOS 26.4.2 und iPadOS 26.4.2 behoben. Benachrichtigungen, die zur Löschung vorgesehen waren, konnten unter Umständen unerwartet auf dem Gerät verbleiben.“

Warum Apple auf die Schnelle dieses außerplanmäßige Update bereitstellt, wird nicht näher erklärt. Interessanterweise erfolgte die Veröffentlichung knapp zwei Wochen nach einem Bericht von 404 Media, demzufolge das FBI gelöschte Signal-Nachrichten von einem iPhone extrahiert hatte. Der Bericht beruft sich auf Aussagen mehrerer Personen, die bei der Zeu­gen­aus­sage des FBI im Rahmen eines kürzlichen erfolgten Gerichtsverfahrens anwesend waren.

In dem Fall ging es um einen iPhone-Nutzer, der seine Signal-Nachrichten sowie die App von seinem Smartphone gelöscht habe. Dem FBI sei jedoch später gelungen, aus der Datenbank für Push-Benachrichtigungen Vorschauen eingehender Nachrichten wiederherzustellen, die auf dem Startbildschirm des Telefons angezeigt worden seien. Dies habe es dem FBI ermöglicht, ausgewählte Auszüge aus einer Konversation einzusehen. Der Zugriff auf Nachrichten, die von dem Gerät versendet worden seien, sei jedoch nicht möglich gewesen. In einer Stellungnahme auf X erklärte Signal: „Wir freuen uns sehr, dass Apple heute einen Patch sowie einen Sicher­heits­hin­weis veröffentlicht hat. Dies erfolgte, nachdem @404mediaco berichtet hatte, dass das FBI über iOS auf Inhalte von Signal-Benachrichtigungen zugreifen konnte – und zwar selbst dann noch, wenn die App bereits gelöscht worden war.“

Es ist zu vermuten, dass Signal starken Druck auf Apple ausgeübt hat, um den Hersteller dazu zu bewegen, das Problem schnellstmöglich zu beheben.

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