Notfallplanung und Notfallmanagement

Auf IT-Notfallmanagement keinsfalls verzichten!

| Autor / Redakteur: Johann Roder / Peter Schmitz

Wasserschäden sind eine häufige Ursache für IT-Ausfälle. Auch kleine Unternehmen sollten nicht auf ein Notfallmanagement verzichten, denn schon kleinere Ausfälle können die Existenz gefährden.
Wasserschäden sind eine häufige Ursache für IT-Ausfälle. Auch kleine Unternehmen sollten nicht auf ein Notfallmanagement verzichten, denn schon kleinere Ausfälle können die Existenz gefährden.

Das Thema Notfallvorsorge wird meist der IT zugesprochen. Aber Notfallmanagement ist ein Thema der Unternehmensführung und entscheidet mit über den Fortbestand des Unternehmens.

Es war das klassische Beispiel in der IT, dem viele IT-Notfallpläne ihre Herkunft verdanken. Der heiß gelaufene Lüfter des Servers erzeugte einen Brand im Rechenzentrum. Die Löscheinrichtung leistete ganze Arbeit und mit Hilfe des Notfallplanes wurde die Ersatzbeschaffung eingeleitet. Alles war wieder gut.

Die guten, alten Zeiten, sind lange vorbei. Mit Cloud-Computing, scheinbar ungebremst wachsenden Datenbeständen, Hackerangriffen, Datenschutzskandalen und der Anwenderforderung „Bring Your Own Device“ werden Notfälle nicht der Vergangenheit angehören. Im Gegenteil. Eine immer komplexer werdende IT treibt die Kernprozesse der Unternehmen und wird selber immer abhängiger von einem verfügbaren Internet, sicheren Providern und eigenen, hochspezialisierten IT-Mitarbeitern. Ein professionelles Notfallmanagement wird damit zur Überlebensversicherung.

Notfallplanung muss vor dem Notfall stattfinden

Bekannte Managementsysteme im Unternehmen sind das Risikomanagement, das Qualitätsmanagement, das IT-Management usw. So wie diese Managementsysteme muss auch das Notfallmanagement durch die Unternehmensführung institutionalisiert werden. Was verstehen wir unter Notfallmanagement, was ist Ziel, wer ist Notfallbeauftragter, über welche Kompetenzen und Mittel verfügt der Notfallbeauftragte, welche Gesetze sind zu beachten usw. sind Fragen, die von der Unternehmensführung beantwortet werden müssen. Neben anderen Angaben finden sich diese Aussagen in der „Leitlinie zum Notfallmanagements“, die allen Mitarbeitern und Interessengruppen zur Kenntnis gebracht werden.

Die Festlegung des Notfallteams gehört zu weiteren vorausschauenden Handlungen und wird mit der Veröffentlichung der Beteiligten in der Leitlinie bekanntgegeben. Das Notfallteam wird durch den Notfallbeauftragten geführt und in der Aufbauphase je nach Situation um andere Personen erweitert. Je nach Unternehmen wird die Besetzung des Teams anders ausfallen. Auch hier sollte sich die Unternehmensführung aktiv beteiligen.

Es gibt Schnittstellen zu den anderen Managementsystemen, wie z.B. dem IT-Sicherheitsmanagement die beschrieben und abgegrenzt werden müssen. Der Fokus des Informationssicherheitsmanagements liegt auf dem Schutz der Informationen, Notfallmanagement dagegen betrachtet die kritischen Geschäftsprozesse. Geschäftsprozesse und die zugeordneten Informationen bedingen sich gegenseitig.

Unternehmenskritische Prozesse erfassen und bewerten

Alle zeitkritischen Prozesse , müssen erfasst und bewertet werden. Die Kernprozesse eines Unternehmens tragen maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei. Ein längerfristiger Ausfall kann in der Regel nicht akzeptiert werden. Was noch toleriert werden kann, das entscheiden die Fachbereiche mit der Unternehmensführung. Wer ein QM-System im Unternehmen etabliert hat, kennt seine Prozesse bereits in dokumentierter Form. Anderenfalls müssen die Kernprozesse ermittelt, aufgenommen und dokumentiert werden.

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