(ISC)²-Zertifizierung zum „Certified Cyber Forensics Professional“ (CCFP) in Europa verfügbar

Ausbildung zum IT-Forensik-Experten CCFP-EU

| Redakteur: Peter Schmitz

Die Bedeutung der Cyberforensik nimmt weltweit zu, in Europa ist eine Standardisierung cyberforensischer Maßnahmen wegen unterschiedlicher Rechtslagen sehr schwierig. Die CCFP-EU-Zertifizierung berücksichtigt die Anforderungen der einzelnen Länder.
Die Bedeutung der Cyberforensik nimmt weltweit zu, in Europa ist eine Standardisierung cyberforensischer Maßnahmen wegen unterschiedlicher Rechtslagen sehr schwierig. Die CCFP-EU-Zertifizierung berücksichtigt die Anforderungen der einzelnen Länder. (Bild: drx - Fotolia.com)

Der gemeinnützige Verband für Fachkräfte im Bereich Informations- und Softwaresicherheit, (ISC)² bietet jetzt in Europa die Zertifizierung zum „Certified Cyber Forensics Professional – European Union“ (CCFPSM-EU) an. Anmeldungen zur Prüfung sind ab sofort möglich, die erste Prüfung in Deutschland findet am 15. Juni 2014 statt.

CCFP (Certified Cyber Forensics Professional) ist derzeit der einzige globale Standard zur Bewertung der Kompetenzen erfahrener Fachkräfte für IT-Forensik. Die CCFP-Zertifizierung gibt es seit Juni 2013, konnte jedoch bis jetzt nur in den USA und Südkorea erworben werden.

Mit dem CCFP-EU wurde die Zertifizierung nun speziell an den europäischen Markt angepasst. Vorausgegangen waren eine Reihe von Workshops zur Prüfungsentwicklung, geleitet von Experten aus dem öffentlichen und privatwirtschaftlichen Sektor, um zu gewährleisten, dass Umfang und Inhalte der Zertifizierung den Erfordernissen der Region entsprechen.

Beim CCFP-EU handelt sich dabei um eine Zertifizierung für Experten, die auf einem einheitlichen, international anerkannten Wissensfundus basiert. Für den Erwerb der Zertifizierung müssen die Kandidaten das umfassende und profunde Wissen nachweisen, das erfahrene Cyber-Forensiker heute benötigen. Viele der derzeit verfügbaren Zertifikate sind nur grundlegender Natur und konzentrieren sich lediglich auf einen engen Ausschnitt des Bereichs Cyberforensik.

Die Ausbildung zum CCFP-EU umfasst die Bereiche digitale Forensik und Informationssicherheit. Die sechs (ISC)² CBK (Common Body of Knowledge) Themenbereiche sind "Rechtliche & ethische Grundsätze", "Ermittlungen", "Forensische Wissenschaft", "Digitale Forensik", "Anwendungs-Forensik" und "Hybride & neue Technologien".

„Eine große Schwierigkeit für die IT-Security-Community besteht heute darin, dass wir nicht in der Lage sind, die Cyberkriminalität mit vereinten Kräften zu bekämpfen“, so Lorenz Kuhlee, CCFP-EU, ehrenamtlich für (ISC)² tätig und Chefermittler im RISK Team bei Verizon. „Im Bereich Cyberverbrechen ist der ‚Tatort’ riesig, und um effektiv vorgehen zu können, müssen wir über die ganze Bedrohungslandschaft hinweg zusammenarbeiten und sämtliche Aspekte der Sicherheit einbeziehen, einschließlich Technologien, Analysen, Strafverfolgung und geschäftlicher Gesichtspunkte. In Europa ist die Komplexität wesentlich größer, weil die Gesetze in den einzelnen Ländern unterschiedlich sind. Die CCFP-EU-Zertifizierung berücksichtigt die spezifischen Anforderungen der einzelnen Länder, vermittelt den Fachkräften aber zugleich einen Best-Practice-orientierten, einheitlichen und fundierten Ansatz zur Bewältigung der übergreifenden Herausforderungen.“

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