Update: Patienten werden erpresst Cyberangriff auf Greifswälder Klinik

Aktualisiert am 31.03.2026 Von Melanie Staudacher sowie Inhalte der DPA 1 min Lesedauer

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Eine Klinik in Mecklenburg-Vorpommern ist Ende Februar das Ziel einer Cyberattacke geworden. Ehemalige Patienten erhalten nun Erpresser-E-Mails.

Das Personal der BDH-Klinik in Greifswald habe nach einem Cyberangriff einige digitale Abläufe analog ausführen müssen, die Versorgung der Patienten sei jedoch sichergestellt gewesen.(© peshkov - stock.adobe.com)
Das Personal der BDH-Klinik in Greifswald habe nach einem Cyberangriff einige digitale Abläufe analog ausführen müssen, die Versorgung der Patienten sei jedoch sichergestellt gewesen.
(© peshkov - stock.adobe.com)

In der Nacht auf Sonntag, den 22. Februar 2026, wurde die BDH-Klinik in Greifswald das Opfer einer Cyberattacke. Wie der NDR berichtet, wurde dem Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit eine „schwerwiegende Datenpanne“ gemeldet. Betroffen seien Teile der IT-Infrastruktur der Klinik, dessen Träger der Bundesverband Rehabilitation e. V. ist.

LKA ermittelt

Während die technische Probleme infolge des Cyberangriffs behoben wurden und das Lan­des­kri­minalamt die Ermittlungen aufnahm, war die medizinische Versorgung sichergestellt gewesen. Nachdem zuerst unklar war, ob Daten abgeflossen sind, konnte dies nun bestätigt werden. Wie die Deutsche Presse-Agentur (DPA) nun berichtet, haben sich ehemalige Patienten der BDH-Klinik gemeldet, da sie erpresserische E-Mails erhalten hätten.

Der ganze Umfang des Datenabflusses sei noch immer nicht klar, so die Staatsanwaltschaft. Das Landeskriminalamt und der Datenschutzbeauftragte des Landes Mecklenburg-Vorpommern warnten Betroffene eindringlich davor, auf etwaige Nachrichten mutmaßlicher Täter zu rea­gieren, weder per E-Mail, Telefon, Messenger oder anderen Kommunikationskanälen. „Damit würden Sie Ihre Kontaktdaten bestätigen und sich für den/die Erpresser weiter ansprechbar machen“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung von LKA und Landes­datenschützer.

Weiterhin empfehlen die Behörden, keine Zahlungen zu leisten. Es sei davon auszugehen, dass eine Vielzahl von Patientendaten bereits veröffentlicht wurde. „Eine Zahlung an Kriminelle garantiert keine Löschung der unrechtmäßig veröffentlichten Daten.“ In der Regel folgten nur weitere Forderungen.

Bei verdächtigen E-Mails sollten keine Anhänge geöffnet oder Links angeklickt werden, so die Experten weiter. „Anhänge oder Links sind häufige Angriffswege, über die Schadsoftware aus­geführt beziehungsweise heruntergeladen werden kann.“ Skepsis sei angebracht. Überdies sollten Betroffene Anzeige erstatten.

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