Definition Datenschutzbeauftragter (DSB)

Was ist ein Datenschutzbeauftragter?

| Autor / Redakteur: Stefan Luber / Peter Schmitz

Ein Datenschutzbeauftragter ist Ansprechpartner zum Datenschutz und verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der DSGVO.
Ein Datenschutzbeauftragter ist Ansprechpartner zum Datenschutz und verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der DSGVO. (Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Ein Datenschutzbeauftragter überwacht die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen und ist Ansprechpartner für Datenschutzthemen. Je nach gesetzlichen Vorgaben und organisato­rischer Einheit, für die er tätig ist, hat er spezi­fische Aufgaben. Datenschutzbeauftragte können vom Bund, von den Ländern oder von Unternehmen und anderen Organisationen bestellt sein. Die DSGVO verpflichtet unter bestimmten Voraussetzungen zur Bestellung eines Datenschutzbeauftragten.

Die Abkürzung für Datenschutzbeauftragter lautet (DSB). Allgemein gesehen handelt es sich um eine Person oder eine Institution, die die Einhaltung des Datenschutzes überwacht und kontrolliert. Die Rolle des Datenschutzbeauftragten einer Organisation kann eine interne oder externe Person oder Institution übernehmen. In Deutschland gibt es auf Bundesebene einen Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit. Es handelt sich um eine unabhängige Datenschutzbehörde gemäß Artikel 51 Absatz 1 der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Auf Länderebene sind sogenannte Landesdatenschutzbeauftragte tätig.

Die 2018 in Kraft getretene Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) sieht in bestimmten Fällen die Pflicht für Unternehmen zur Benennung eines betrieblichen Datenschutzbeauftragten vor. Diese sind in der Regel direkt der Geschäftsführung unterstellt und benötigen spezifisches Fachwissen zur Ausübung ihrer Tätigkeit. Eine wesentliche Aufgabe des DSB ist die Kontrolle der Richtlinien im Umgang mit personenbezogenen Daten.

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Generelle Aufgaben eines Datenschutzbeauftragten

Generelle Aufgaben eines Datenschutzbeauftragten unabhängig von der Institution, für die er tätig ist, sind unter anderem:

  • Kontrolle und Überwachung der Einhaltung der Datenschutzbestimmungen im Umgang mit personenbezogenen Daten
  • Übernahme der Verantwortung zur Umsetzung von Datenschutzrichtlinien
  • Aufbau einer internen oder externen Organisation zur Überwachung der Einhaltung des Datenschutzes
  • Meldung von Datenschutzverstößen
  • Dokumentation der Datenschutzprozesse
  • Überwachung der Rechtmäßigkeit bei der Erhebung personenbezogener Daten
  • interner und externe Ansprechpartner für alle Belange des Datenschutzes
  • Durchführung von Schulungen
  • Zusammenarbeit mit externen oder internen Organisationen bei der Verfolgung von Datenschutzverstößen
  • Überwachung der Löschung von Daten
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Der Datenschutzbeauftragte der DSGVO

Die 2018 in der EU in Kraft getretene Datenschutzgrundverordnung verankert die Pflicht zur Bestellung eines Datenschutzbeauftragten für bestimmte Unternehmen und Organisationen auf europäischer Ebene. Die Pflicht zur Bestellung eines DSB ist von verschiedenen Kriterien wie von der Anzahl der Mitarbeiter (mindestens zehn Mitarbeiter müssen regelmäßig mit automatisierter Datenverarbeitung beschäftigt sein), von den Details der verarbeiteten Daten (zum Beispiel Informationen zur Gesundheit oder politischen Meinung) oder vom Geschäftsfeld des Unternehmens (Kerntätigkeit Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung personenbezogener Daten) abhängig. Der DSGVO-Datenschutzbeauftragte ist eine interne oder externe Person, die die Einhaltung des Datenschutz innerhalb der Organisation überwacht.

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Die letztendliche Verantwortung für die Einhaltung der datenschutzrechtlichen Vorschriften verbleibt beim Unternehmen beziehungsweise bei der Geschäftsführung des Unternehmens. Der DSB darf Tätigkeiten im Rahmen des Datenschutzes delegieren und muss nicht sämtliche Aufgaben selbst ausführen. Die Aufgaben des Datenschutzbeauftragten sind in der DSGVO im Artikel 39 und im § 7 des BDSG definiert. Es existieren zahlreiche Dienstleister, die auf Wunsch für Unternehmen als externe Datenschutzbeauftragte tätig werden. Datenschutzbeauftragte müssen für Mitarbeiter, Geschäftsführungen, Aufsichtsbehörden und für von der Verarbeitung ihrer Daten betroffene externe oder interne Personen oder Organisation erreichbar und bekannt sein. Unterlässt es ein Unternehmen trotz Pflicht, einen DSB zu bestellen, stellt dies eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einem Bußgeld geahndet werden.

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