Schwachstelle: Große Beliebtheit

Das iPhone von Apple als Sicherheitsrisiko für Unternehmen

06.05.2011 | Autor / Redakteur: Christian Vogt, Fortinet / Stephan Augsten

Spyware für das iPhone wird voraussichtlich zum einem der größten mobilen Sicherheitsrisiken avancieren.
Spyware für das iPhone wird voraussichtlich zum einem der größten mobilen Sicherheitsrisiken avancieren.

Das iPhone wird in Deutschland immer populärer, die Zahl der Besitzer ist in den vergangenen Monaten rasant angestiegen. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die Deutsche Telekom im November 2010 das Exklusiv-Verkaufsrecht verlor. Mit der Verbreitung der iPhones steigt aber auch die Gefahr, auch wenn es bislang nur eine Handvoll verschiedener Malware-Familien gibt.

Der Grund, warum besonders iPhones in letzter Zeit von Malware, also Schaden-anrichtender Software, attackiert werden, liegt in der großen Popularität von Smartphones im Allgemeinen. Für Cyberkriminelle werden sie dadurch zur Goldmine.

Die Erfolgsgeschichte des App Store von Apple kann so eines Tages zu Missbrauch oder dem unbeabsichtigten Einschleusen von Malware in die iPhone-Community führen. Dies ist bereits vor einiger Zeit mit den Plattformen von Symbiann und Android geschehen, für die einige „bösartige“ Anwendungen unabsichtlich entwickelt wurden.

Bereits ein einzelnes Malware-Sample kann eine weitreichende Infektion auslösen. Beispielsweise haben die Würmer CommWarrior und Yxes auf der Symbian-Platform unzählige Handy-Schadenseinheiten verbreitet. Durch die große Beliebtheit des iPhones könnte der Schaden vermutlich noch größer ausfallen, als bei den anderen Plattformen.

Schneller Internetzugang als Sicherheitsproblem

Das iPhone enthält in der Regel wichtige persönliche Informationen wie Fotos, Kontaktdatenbanken, mögliche Kreditkartendetails, Bankinformationen, E-Mail-Korrespondenz, Adressen und ähnliches. Außerdem verbindet es den User mit hunderten von Internet-Applikationen.

Sobald sich eine Handy-Spyware im iPhone festgesetzt hat, sind diese persönlichen Daten nicht mehr sicher. Malware kann Telefongespräche anzapfen, SMS/MMS und E-Mails aufzeichnen, Telefongespräche abhören, Fotos aufnehmen sowie Kontakte und Log-Aktivitäten herunterladen. Wenn ein Schadcode wie der Eeki-Wurm dann auch noch Online-Banking-Legitimierungen stehlen kann, ist der potentielle Schaden ist immens.

Der einfache und schnelle Internetzugang des iPhone steigert zusätzlich die Anziehungskraft für Malware. Laut AdMob, einem der weltweit größten mobilen Werbenetzwerke, kommen 40 Prozent aller Online-Werbeanfragen von iPhones (Stand Mai 2010). Dies macht das iPhone anfällig für ein breites Feld von Internet-Schwachstellen, da Malware von infizierten oder schädlichen Websites heruntergeladen werden kann. Und die Folgen einer Infiltrierung des Smartphones sind für den Besitzer oftmals nicht nur unerfreulich, sondern vor allem kostspielig.

Inhalt

  • Seite 1: Schneller Internetzugang als Sicherheitsproblem
  • Seite 2: iPhone Jailbreak öffnet Malware die Tür
  • Seite 3: Wie kann ich mein iPhone sicher nutzen?

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