Hacker greifen Linux-Server an Ebury-Botnet infiziert 100.000 Linux-Server in 18 Monaten

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

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Das Sicherheitsunternehmen ESET hat herausgefunden, dass mehr als 400.000 Linux-Server durch die Hacker­gruppe Ebury angegriffen wurden. In den letzten 18 Monaten sind alleine 100.000 Geräte dazugekommen.

Die Hackergruppe Ebury hat allein in den letzten 18 Monaten über 100.000 Linux-Server kompromittiert und mit Malware verseucht.(Bild:  DALL-E / KI-generiert)
Die Hackergruppe Ebury hat allein in den letzten 18 Monaten über 100.000 Linux-Server kompromittiert und mit Malware verseucht.
(Bild: DALL-E / KI-generiert)

Nach einer Analyse von Ebury hat die Hackergruppe Ebury in den letzten 15 Jahren über 400.000 Linux-Server mit Malware verseucht. Alleine in den letzten 18 Monaten sind 100.000 Rechner dazugekommen. Neben Linux greifen die Hacker auch Installationen von FreeBSD und OpenBSD an. Opfer der Angriffe sind neben den standalone Servern auch Internetanbieter und Hostingbetreiber.

Ebury greift vor allem Linux an

Ebury ist eine Hackergruppe, die durch ihre raffinierten und hartnäckigen Cyberangriffe bekannt wurde. Diese Gruppe zielt hauptsächlich auf Linux-Server ab und nutzt kompromittierte Systeme, um weitreichende Botnetze zu schaffen, die für verschiedene bösartige Aktivitäten genutzt werden. Die Hauptmethode besteht darin, legitime SSH-Zugangsdaten zu kompromittieren, oft durch Brute-Force-Angriffe oder Phishing. Einmal eingedrungen, nutzen die Hacker Rootkits, um ihre Präsenz zu verbergen und die Kontrolle über das kompromittierte System aufrechtzuerhalten.

Eine der markanten Techniken von Ebury ist die Manipulation von SSH-Daemons, die es den Angreifern ermöglicht, zusätzliche Backdoor-Funktionalitäten zu integrieren. Dies umfasst das Sammeln von Anmeldeinformationen, die Überwachung des Netzwerkverkehrs und das Vermeiden von Erkennung durch Sicherheitssoftware. Die modifizierten SSH-Daemons können auch verschlüsselte Kommunikation zwischen den kompromittierten Systemen und den Command-and-Control (C&C)-Servern der Angreifer aufrechterhalten.

Ebury zielt hauptsächlich auf Linux-basierte Webserver ab, die häufig in Unternehmensnetzwerken, bei Web-Hosting-Diensten und in kritischen Infrastrukturen eingesetzt werden. Die Auswahl der Ziele erfolgt oft opportunistisch, wobei Systeme mit schwachen oder standardmäßigen Passwörtern bevorzugt werden. Einmal kompromittiert, werden diese Systeme Teil eines größeren Botnetzes, das für verschiedene Zwecke eingesetzt wird, darunter DDoS-Angriffe, Spamming und die Verbreitung weiterer Malware.

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