Anstieg bei Ransomware CloudEye-Malware für fast ein Fünftel aller Infektionen verantwortlich

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Check Point hat im Rahmen der Veröffentlichung seines Global Threat Index 2024 bekanntgegeben, dass Ransomware weiterhin die größte Bedrohung darstellt. Die Top-Malware in Deutschland ist dabei CloudEye.

CloudEye, ein Schadprogramm, das sich auf die Windows-Plattform konzentriert, hat sich als besonders gefährlicher Downloader etabliert und ist die Top-Malware in Deutschland.(Bild:  Dall-E / KI-generiert)
CloudEye, ein Schadprogramm, das sich auf die Windows-Plattform konzentriert, hat sich als besonders gefährlicher Downloader etabliert und ist die Top-Malware in Deutschland.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)

Im Rahmen der Veröffentlichung seines Global Threat Index 2024 gibt Check Point einige interessante Einblicke in aktuelle Malware-Bedrohungen.

Ransomware bleibt bedrohlich – CloudEye besonders häufig vertreten

Der Check Global Threat Index von Check Point zeigt eine anhaltende Dominanz von Ransomware-Angriffen auf, angeführt von RansomHub. Diese Ransomware-as-a-Service (RaaS)-Operation hat weltweit über Opfer erreicht und greift gezielt Windows-, macOS-, Linux- und VMware-ESXi-Systeme an.

Neben RansomHub stieg die Meow-Ransomware als bedeutende Bedrohung auf. Anstatt Dateien nur zu verschlüsseln, verlagert Meow den Fokus auf den Verkauf gestohlener Daten über spezielle Marktplätze. Weitere Malware, wie FakeUpdates und Androxgh0st, bleibt global weit verbreitet. Zusätzlich zu diesen Bedrohungen nutzen Angreifer weiterhin Sicherheitslücken, wie Command Injection über HTTP (CVE-2021-43936), um beliebigen Code auf Zielsystemen auszuführen.

Im Bereich der mobilen Bedrohungen dominiert Joker, eine Android-Spyware, die SMS und Kontaktinformationen stiehlt und unbemerkt kostenpflichtige Dienste aktiviert. Anubis und Hydra bleiben ebenfalls eine Gefahr, da sie gezielt Bankdaten abgreifen.

CloudEye: Ein gefährlicher Downloader mit weitreichenden Folgen

CloudEye, ein Schadprogramm, das sich auf die Windows-Plattform konzentriert, hat sich als besonders gefährlicher Downloader etabliert. Es handelt sich um eine Malware, die primär dazu dient, weitere bösartige Programme auf den infizierten Systemen zu installieren. Durch seine Fähigkeit, zusätzliche Schadsoftware nachzuladen, wird CloudEye oft als Einstiegspunkt für komplexere Angriffe genutzt.

Die Verbreitung erfolgt in der Regel über manipulierte Downloads oder Phishing-Kampagnen. Einmal installiert, lädt CloudEye verschiedene Schadprogramme nach, die auf Datendiebstahl, das Ausspähen von Anmeldedaten oder sogar Ransomware-Angriffe abzielen. Unternehmen, die sich nicht ausreichend vor dieser Art von Bedrohung schützen, riskieren, dass ihre Netzwerke und Systeme langfristig kompromittiert werden. Angesichts seiner flexiblen Einsatzmöglichkeiten und der zunehmenden Verbreitung in Kombination mit anderen Malware-Familien stellt CloudEye eine ernsthafte Bedrohung für IT-Infrastrukturen dar.

CloudEye hat sich als bedeutender Akteur in der Malware-Landschaft etabliert. Im August 2024 stieg CloudEye in Check Points Global Threat Index auf, was seine anhaltende Verbreitung und Bedeutung unterstreicht. Die Bedrohung durch CloudEye wird auch durch die Tatsache verstärkt, dass es sich immer wieder an neue Angriffstechniken und Verteidigungsmaßnahmen anpasst. Mit der Fähigkeit, Sicherheitslücken in Systemen auszunutzen, bleibt CloudEye eine flexible und dynamische Bedrohung, die vor allem im Zusammenhang mit steigenden Ransomware-Angriffen auf Unternehmen und Organisationen weltweit eine Rolle spielt. Während sich Angreifer wie RansomHub und Meow immer weiter spezialisieren, nutzen sie oft Downloader wie CloudEye, um ihre bösartigen Kampagnen effizienter durchzuführen. Unternehmen müssen daher verstärkt darauf achten, ihre Systeme gegen solche Einstiegspunkte zu schützen, um schwerwiegendere Angriffe zu verhindern.

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