IT-Sicherheit besser steuern – Teil 1

IT-Management: Ohne konsistente Security Governance herrscht Chaos

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Bewertung mittels Balanced Scorecard und anderer Kennzahlen

In der alltäglichen Praxis sieht der Berater von HiSolutions den theoretischen Spagat am ehesten durch einen Mix zwischen Kennzahlenorientierung und Balanced Scorecard gewährleistet. Die an der einen oder anderen Stelle durchaus gängigen bzw. erprobten Verfahren gelte es an den jeweiligen Status Quo im Unternehmen anzupassen – und in einem sinnvollen Gesamtmodell mit Hilfe einer feinmaschigen „Cross Impact Analyse“ (CIA) zu verschmelzen.

Das dadurch ausgelöste zweistufige Strategiemodell soll als Top-Down-Ansatz im Sinne einer strategischen Landkarte zum einen Aussagen zur Relevanz in der IT ermöglichen. Diese lassen sich beispielsweise um die von ISO 27004 postulierten Kennzahlen ergänzen und beziehen somit eine weitere Stufe in der Qualitätssicherung mit ein. „Das Ziel besteht also darin, sich nicht primär auf den Aspekt zu fokussieren, mehr Sicherheit zu schaffen, sondern für mehr Transparenz zu sorgen“, betont Kob.

Wie man sich dem hochgesteckten Ziel einer durchgängigen IT Security Governance im Unternehmen annähert erläutert Andreas Knäbchen, Partner Enterprise Risk Services bei der Unternehmensberatung Deloitte & Touche GmbH. Er hält ein vollständig von den unternehmerischen Zielen abgedecktes Kennzahlensystem im Sinne der Security Governance nur durch ein ganzheitliches Risikomanagement für gewährleistet. Dazu müsse der Betrieb die zentralen Bereiche und schützenswerten Güter (Asset Management) erst einmal evaluieren bzw. überhaupt erkennen, um den Hebel an der richtigen Stelle ansetzen zu können.

Neben einer Balanced Scorecard, die alle relevanten Interessengruppen berücksichtigt, dient zudem das an die Governance angelehnte COBIT (Control Objectives for Information and Related Technology) als weiteres Hilfskonstrukt zur Ermittlung möglicher Kennzahlen. Dabei lohnt es, sich auf wenige sinnvolle Bereiche zu fokussieren, um einem rein mathematischen Ansatz durch quantifizierbare und kostengünstig zu ermittelnde Kennzahlen von vorne herein abzuschwören.

Seite 3: Fernziel ist ein konsistentes Rahmenwerk

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