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Einkaufen auf dem Black Market
Es gibt eine Reihe von Beweggründen, sich der Angebote von Hackern zu bedienen – und die wenigsten dieser Angebote sind legal. Die meisten der offerierten Tools wie DDoS-Attacken können benutzt werden, um E-Commerce-Seiten potenzieller Wettbewerber zu kompromittieren oder Webseiten komplett zu schließen, beispielsweise als eine Form von „Hacktivism“.
Die meisten der angebotenen Tools dienen dazu, in Netzwerke einzubrechen und Daten abzuziehen. Das sind nur einige der Beispiele. Dabei sind die Gepflogenheiten auf dem Black Market denen des ganz normalen Handels nicht unähnlich.

Was die Preisgestaltung selbst angeht, existiert eine große Spanne, je nachdem um was für einen Services es sich handelt und welche Tools enthalten sind. Dazu kommt, dass die meisten der angebotenen Dienste nur in BitCoin bezahlt werden können. Und diese Währung unterliegt bekanntermaßen nicht zu unterschätzenden Schwankungen.
Die verschiedenen Angebote der Schattenwirtschaft
Auf dem „Dark Market“ wird alles Mögliche angeboten: Eher gängige Tools wie DDoS-Attacken bekommt man manchmal sogar kostenlos, anspruchsvollere Pakete können schon Mal 500 US-Dollar und mehr kosten. Online-Carding-Foren bieten ihre Dienste von etwa 10 US-Dollar bis zu 100 US-Dollar pro Karte an.
Es gibt aber auch komplexere Tools wie Malware, integrierte elektronische Steuerungen oder Seiten, die Underground-Entrepreneuren dazu verhelfen, ihrerseits eigene Shops aufzubauen; inklusive Bitcoin-Anbindung für zusätzliche Produkte oder Dienstleistungen. In der Regel sind diese Stores ab etwa 100 US-Dollar aufwärts zu haben.

DDoS-Attacken können über vergleichsweise simple Tools gestartet werden, aber es gibt auch Botnetze, die man für solche Zwecke einfach online mieten kann. Die zugrunde liegende Technik ist bei beiden identisch, nur das Maß der gewährleisteten Anonymität ist unterschiedlich. Attacken, die eher in Richtung Datenschutzverletzungen gehen, nutzen über SQL-Injection und Buffer Overflow bestehende Schwachstellen aus. Wie das funktioniert, haben wir gerade im vergangenen Jahr besonders sinnfällig erlebt.

* Fred Touchette ist Security Analyst bei AppRiver.
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