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Ausgaben für IT-Sicherheit steigen
Allen voran die Anbieter von IT-Sicherheitsprodukten und -leistungen machen sich diesen Umstand zunutze und zielen mit voller Marketing-Power auf die inzwischen aufgestockten Sicherheitsbudgets der Unternehmen mit kritischen Infrastrukturen. Der Business Case steht ohnehin längst fest.
Jetzt geht es nur noch darum, einen möglichst größten Anteil vom Kuchen zu ergattern. Die Security-Budgets der Unternehmen stiegen allein im letzten Jahr global um 51 Prozent gegenüber 2012 und betrugen im Durchschnitt 4,3 Millionen US-Dollar pro Unternehmen, fand der PwC Global State of Information Security Report 2014 heraus.
Interessant ist aber vor allem eine ganz andere Zahl, die vor allen die Anbieter von Unternehmensanwendungen interessieren dürfte: Denn das Security-Budget stellt im Durchschnitt nur einen Anteil von 3,8 Prozent am gesamten IT-Budget. In welche neuen Technologien wird also der Großteil der geplanten IT-Ausgaben investiert werden?
Die Zukunft ist in der Cloud
Die Investitionsfrage scheinen zumindest die führenden Hersteller von Unternehmenssoftware für sich beantwortet zu haben: Die Zukunft spielt in der Cloud. Bei SAP etwa sind die Umsätze mit Wartungsleistungen und On-premise-Software rückläufig. Die stärkste Zunahme vermeldet der Cloud-Bereich. Bill McDermott, seit Kurzem alleiniger Vorstandschef der SAP, will daher den Konzern mit aller Macht zu einem weltweit führenden Cloud-Anbieter für Unternehmenssoftware umbauen.
Die Zukäufe von Cloud-Firmen in den letzten Jahren waren nur der Anfang. Jetzt geht es darum, die Aktivitäten zu integrieren und Lösungen zu liefern. Denn in vielen Bereichen spielen die seit Jahren als reine Cloud-Anbieter agierenden Firmen, wie beispielsweise Salesforce bei CRM-Lösungen, die erste Geige. Daher muss sich McDermott von Anlegern und Marktanalysten auch stets die Frage gefallen lassen, wie SAP den Vorsprung, den sich die etablierten Nischenanbieter in diesem Segment aufgebaut haben, einholen will.
McDermott hat sich zur Beantwortung dieser Frage einige Argumente einfallen lassen und in letzter Zeit auch Taten folgen lassen, um die großen Anstrengungen zu untermauern: Den neuerlichen Umbau an der Konzernspitze, um nur ein Beispiel zu nennen. Es gibt bei SAP keinen dezidierten Cloud-Chef mehr. Für den Cloud-Erfolg stehen jetzt alle Führungskräfte in der Verantwortung.
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