Proxmox VE 9 härten und sicher betreiben (Teil 2)
Realms, ACLs und Firewall sichern Proxmox VE 9 ab

Von Thomas Joos 8 min Lesedauer

Nach Boot-Kette und Management-Daemon rückt für den sicheren Betrieb von Proxmox VE 9 der Zugriff auf den Server in den Vordergrund. Au­then­ti­fi­zie­rungs-Realms, ein pfadbasiertes Rollenmodell, die eingebaute Firewall und das SDN-Forwarding bestimmen, wer welche Ressource erreicht und welcher Verkehr im Cluster zulässig bleibt.

Realms, Rollen und Firewall-Regeln legen gemeinsam fest, wer auf einen Proxmox-Cluster zugreifen darf. Fehlt eines dieser Elemente, bleibt die Absicherung lückenhaft.(Bild:  Gemini / KI-generiert)
Realms, Rollen und Firewall-Regeln legen gemeinsam fest, wer auf einen Proxmox-Cluster zugreifen darf. Fehlt eines dieser Elemente, bleibt die Absicherung lückenhaft.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

Teil 1 dieser Artikelreihe zeigt die Absicherung der Boot-Kette, Paketquellen, automatische Updates, pveproxy und SSH. Der zweite Teil arbeitet eine Ebene höher und nimmt Identität sowie Netzgrenzen in den Blick. Die Benutzerkonten führt Proxmox VE cluster-weit in "/etc/pve/user.cfg", jede Anmeldung bindet es an einen Realm. Das Berechtigungsmodell verteilt Rollen entlang einer Baumstruktur aus Pfaden, die eingebaute Firewall und das Software-Defined-Networking filtern den Verkehr auf Knoten- und VNet-Ebene. Die folgenden Abschnitte zeigen Befehle, Konfigurationsdateien und konkrete Werte.