Cybersicher Lagebild 2026 Ransomware und KI-Phishing setzen den Mittelstand unter Druck

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Ransomware-Angriffe auf deutsche KMU nehmen dem „Cybersicher Lagebild“ nach zu, während KI täuschend echte Phishing-Mails ermöglicht. Getestete Backups, klare Prozesse und eine sensibilisierte Belegschaft sollen die Widerstandsfähigkeit stärken.

Den Selbstcheck der Cybersicher Notfallhilfe haben Unternehmen dem Lagebericht der Transferstelle Cybersicherheit nach 2026 vor allem wegen menschlichen Fehlverhaltens, verdächtiger E-Mails oder zur vorsorglichen Verbesserung ihrer Schutzmaßnahmen genutzt.(© samuel - stock.adobe.com)
Den Selbstcheck der Cybersicher Notfallhilfe haben Unternehmen dem Lagebericht der Transferstelle Cybersicherheit nach 2026 vor allem wegen menschlichen Fehlverhaltens, verdächtiger E-Mails oder zur vorsorglichen Verbesserung ihrer Schutzmaßnahmen genutzt.
(© samuel - stock.adobe.com)

Die Transferstelle Cybersicherheit im Mittelstand hat im Oktober ihr „Cybersicher Lagebild 2026“ zur Bedrohungslage kleiner und mittlerer Unternehmen in Deutschland vorgelegt. Der im Oktober erschienene Bericht verbindet externe Studien mit eigenen Auswertungen von Ransomware-Daten und den Unterstützungsangeboten der Transferstelle. Neben Ransomware und KI-gestützten Betrugsversuchen thematisiert er technologische Abhängigkeiten. Den Studienergebnissen nach fühlen sich 66 Prozent der deutschen KMU stark von nicht-europäischen Softwareanbietern abhängig. Europäische Alternativen können diese Abhängigkeit verringern, ihre Integration kann allerdings zusätzlichen Aufwand und Kompatibilitätsprobleme verursachen.

Ransomware nimmt zu, KI macht Phishing überzeugender

Die Auswertung bekannt gewordener Ransomware-Angriffe auf deutsche KMU zeigt laut Lagebild einen deutlichen Anstieg gegenüber 2023. Auch für 2026 erwartet die Transferstelle eine weitere Zunahme. Dafür analysierte sie Daten von Ransomware Live mithilfe von KI und glich Firmenzuordnungen mit Northdata ab.

Gleichzeitig erschwert KI die Erkennung betrügerischer Nachrichten. Eine Studienauswertung zeigt Klickraten von 54 Prozent bei vollautomatisierten KI-Spearphishing-Mails gegenüber zwölf Prozent bei generischen Phishing-Mails. Diese Studienwerte sind keine Erfolgsquoten tatsächlicher Angriffe auf deutsche KMU. Sie unterstreichen jedoch, dass sprachlich fehlerfreie E-Mails allein kein Vertrauensmerkmal mehr sind.

Ergänzend zeigen die Daten der Cybersicher Notfallhilfe, weshalb Unternehmen Unterstützung suchen: Von den 831 Personen, die zwischen Juli 2025 und Juli 2026 den Selbstcheck nutzten, suchten 20 Prozent wegen menschlichen Fehlverhaltens und 17 Prozent wegen verdächtiger E-Mails Unterstützung. Weitere 16 Prozent waren an Prävention interessiert.

Backups testen und Beschäftigte sensibilisieren

Unternehmen empfiehlt das Lagebild regelmäßige Updates, lange zufällige Passwörter aus einem Passwortmanager und Datensicherungen nach der 3-2-1-Regel: drei Datenkopien auf zwei unterschiedlichen Speichermedien, davon eine an einem externen Standort. Backups sollten regelmäßig auf Vollständigkeit geprüft und Wiederherstellungen getestet werden.

Im Cybersicher Check mit 1.190 Unternehmen bewerteten rund 81 Prozent ihr Backup-Management mit der Schulnote drei oder besser. Bei Sicherheitsschulungen vergaben nur rund 55 Prozent entsprechende Noten. Beschäftigte sollten deshalb auch für überzeugend formuliertes Phishing und Deepfakes sensibilisiert werden. Ergänzend nennt der Bericht Netzwerküberwachung und die Beschränkung auf ausdrücklich erlaubte Prozesse. Ein Informationssicherheitsmanagementsystem hilft, Maßnahmen und Zuständigkeiten dauerhaft zu organisieren.

(ID:50995055)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zur IT-Sicherheit

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung