Jenseits der Firewall Sicherer Remote Access für moderne OT-Umgebungen
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Remote-Zugriffe sind für industrielle Steuerungs- und Produktionsnetze längst betriebliche Normalität – vom OEM-Support über Software-Updates bis zur globalen Leitstandsüberwachung. Derselbe digitale Korridor öffnet aber auch Angreifern die Tür zum Herzen der Anlage
Ein kompromittiertes Wartungs-Notebook genügt, um Parameter zu verändern, Chargen zu ruinieren oder den gesamten Betrieb lahmzulegen. Klassische „VPN-Tunnel hinter einer Perimeter-Firewall“ galten einst als sicher, ignorieren jedoch die heutigen Realitäten: zielgerichtete Ransomware-Kampagnen, Supply-Chain-Manipulation und eine Prozesswelt, die 24×7 verfügbar sein muss.
Bedrohungsbild 2025
OT-Systeme stehen gezielt im Visier professioneller Gruppen, die Remote-Kanäle systematisch ausnutzen. Phishing beschafft Zugangsdaten, Schwachstellen-Scanner finden ungepatchte VPN-Gateways, und manipulierte Update-Pakete schleusen Schadcode in Engineering-Tools – ein typischer Supply-Chain-Angriff. Einmal im Netz, hebeln Angreifer veraltete SMB-Freigaben oder hart codierte Kennwörter in HMI-Applikationen aus, bewegen sich von Ebene 3 bis zu SPS und Safety-Controllern und kompromittieren schließlich Sicherheitsfunktionen. Bekannte Vorfälle wie Colonial Pipeline (2021) oder die Sabotage eines deutschen Stahlwerks (2015) zeigen, dass ein einziger Fernwartungszugang als „Patient Zero“ reicht, um Produktionsketten global zu stoppen. 2024 legte eine Lock Bit-Variante drei Papierfabriken in Skandinavien lahm, weil Dienstleister-Credentials aus einer Phishing-Kampagne wiederverwendet wurden. Wie kann man das stoppen?
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