Security Awareness Trainings sind unverzichtbar. Denn die größte Schwachstelle in vielen Unternehmen sind nicht technische Systeme, sondern die Menschen, die mit ihnen arbeiten. So versuchen die Angreifer, die menschliche Neugier oder auch ihre Unachtsamkeit auszunutzen. KI hilft, Security Awareness Trainings an die Schwachstellen jedes einzelnen anzupassen.
Um eine wirksame IT-Sicherheit aufrechtzuerhalten und sich an die sich weiterentwickelnden Taktiken der Cyberkriminellen anzupassen, sind kontinuierliche und vor allem adaptive Mitarbeiterschulungen unerlässlich.
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Die Ergebnisse der jährlichen Ransomware-Umfrage von Hornetsecurity zeigen, dass mehr als die Hälfte (52,3 Prozent) der Ransomware-Angriffe auf E-Mail- und Phishing-Versuche zurückgehen – und auf das Durchbrechen der menschlichen Firewall. Um eine wirksame IT-Sicherheit aufrechtzuerhalten und sich an die sich weiterentwickelnden Taktiken der Cyberkriminellen anzupassen, sind kontinuierliche und vor allem adaptive Mitarbeiterschulungen unerlässlich.
Cybersecurity-Schulungen: Besser als ihr Ruf
Weiterhin zeigt die Ransomware-Umfrage, dass 95,8 Prozent der Befragten Cybersicherheitsschulungen große Bedeutung beimessen. Dennoch gibt es nach wie vor Unsicherheiten und Missverständnisse, die Unternehmen zögern lassen, in Security Awareness Trainings zu investieren. Der Zeitaufwand ist das Hauptproblem. 17,8 Prozent der Befragten halten ihn für zu hoch. Weitere Gründe sind "nicht trainierbare" Endanwender (14,4 Prozent), hohe Schulungskosten (12,3 Prozent) und eine erhebliche zeitliche Belastung des IT-Personals (10,6 Prozent). Ein kleinerer Anteil (7,6 Prozent) hält Schulungen für veraltet.
Diese Vorbehalte sollten überwunden werden, da Trainings die Mitarbeiter sensibilisieren und befähigen, Bedrohungen wie Phishing oder Social Engineering zu erkennen und abzuwehren. Gleichzeitig fördern sie den verantwortungsvollen Umgang mit sensiblen Daten und stärken die Sicherheitskultur im Unternehmen. Dies reduziert Kosten durch Cyberangriffe, hilft bei der Einhaltung von Compliance-Anforderungen und verbessert die Zusammenarbeit zwischen IT-Abteilung und Mitarbeitern.
Das muss ein gutes Security Awareness Training können
Das primäre Ziel der meisten Security-Awareness-Programme besteht in der Sensibilisierung der Mitarbeitenden für Phishing-Angriffe. Doch das allein reicht nicht aus. Das eigentliche Problem besteht in der Anfälligkeit der Mitarbeiter für Social Engineering. In diesem Kontext versucht der Hacker, das Vertrauen des Opfers zu gewinnen, um es beispielsweise zur Preisgabe vertraulicher Informationen zu bewegen. Um die Resilienz eines Unternehmens nachhaltig zu stärken, muss der Fokus der Schulungen von einer Sensibilisierung zu einer Verhaltensänderung verschoben werden. Ein effektives Security-Awareness-Training geht über das reine Erkennen von Phishing-E-Mails hinaus. Es zielt darauf ab, die Dringlichkeit zu vermitteln, den Schutz des Unternehmens vor Cyberattacken als grundlegenden Aspekt der täglichen Arbeit anzuerkennen. Dabei muss Cybersicherheit als Notwendigkeit und nicht als Ärgernis oder lästige Extraaufgabe betrachtet werden.
Adaptiver Trainings-Ansatz: Lerninhalt, der sich anpasst
Fest steht auch, dass ein One-size-fits-all-Ansatz zum Scheitern verurteilt ist. Ebenso wie die Lernfähigkeiten der Schüler einer Klasse sehr unterschiedlich sein können, verhält es sich mit dem Bewusstsein der Belegschaft für Cybersicherheit. Die einen benötigen eine Anleitung zum Erkennen von Phishing, während andere hier schon fit sind. Dies erfordert personalisiertes Lernen, das sich nach den individuellen Lernerfahrungen, Fortschritten und Bedürfnissen der einzelnen Mitarbeiter richtet. Schließlich soll niemand ratlos zurückgelassen werden oder durch sich wiederholende, irrelevante Informationen frustriert oder gelangweilt sein.
KI macht Trainings effektiver
Künstliche Intelligenz (KI) kann hier unterstützen. Durch ihre Fähigkeit, große Datenmengen zu analysieren und Muster zu erkennen, steigert die Technologie die Effektivität der Trainings, da sich Trainingsinhalte auf die individuellen Bedürfnisse und das Verhalten jedes Mitarbeiters zuschneiden lassen. Durch die Analyse beispielsweise des Klickverhaltens oder auch der Reaktion auf simulierte Angriffe können personalisierte Lernpfade erstellt werden, die die Schwachstellen jedes Einzelnen adressieren. Zudem kann KI realistische Cyberangriffssimulationen entwickeln, die gezielt auf die spezifischen Risiken eines Unternehmens abgestimmt sind. So können Mitarbeiter in einer sicheren Umgebung trainieren, wie sie auf verschiedene Bedrohungen reagieren.
Ein weiterer Vorteil durch KI: Phishing-Mails lassen sich mit Hilfe von KI-Algorithmen mit hoher Genauigkeit erkennen und klassifizieren. Dies ermöglicht es, realistischere Phishing-Simulationen zu erstellen und die Mitarbeiter für immer ausgefeiltere Angriffe zu sensibilisieren. KI-basierte Tests hingegen können den Schwierigkeitsgrad der Fragen an das Wissen und die Fähigkeiten des Einzelnen anpassen. Dadurch wird sichergestellt, dass jeder Mitarbeiter optimal gefordert wird.
Weiterhin trägt die Einbindung von Gamification-Elementen in Trainings dazu bei, die Motivation und das Engagement der Mitarbeitenden zu fördern. Dies kann beispielsweise durch die Einführung von Punkten, Badges oder Ranglisten erfolgen, wodurch ein spielerischer Wettbewerb unter den Mitarbeitenden initiiert werden kann.
Stand: 08.12.2025
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Nicht zuletzt können KI-Systeme durch die Analyse von Daten potenzielle Risiken identifizieren und Vorhersagen treffen, welche Mitarbeitergruppen besonders anfällig für bestimmte Angriffe sind. So können gezielte Maßnahmen zur Risikominderung ergriffen werden.
Der Mensch als integraler Bestandteil von Cybersecurity-Strategien
Die Ransomware-Umfrage von Hornetsecurity zeigt, dass Schulungen unverzichtbar sind. Durch Konzepte, die Verhaltensänderungen und adaptives Lernen fördern, können Unternehmen besser auf die dynamische Bedrohungslage reagieren. Cybersicherheit ist eine gemeinsame Verantwortung und entscheidend für den Unternehmenserfolg im digitalen Zeitalter. Gut geschulte Mitarbeiter sind die erste Verteidigungslinie gegen Cyberangriffe und sichern langfristig die wirtschaftliche Zukunft.
Über die Autorin: Dr. Yvonne Bernard ist CTO bei Hornetsecurity. Die promovierte Informatikerin verfügt über zehn Jahre Erfahrung und ist für die strategische und technische Entwicklung in den Bereichen Produktmanagement, Entwicklung, Innovation, Forschung und das hauseigene Security Lab verantwortlich.