Aktives Sicherheitsnetz im Internet aus einem Guss

Security Management by Design

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Der CISO als Brückenpfeiler zum Risikovorstand

Der CISO trägt auch die Mitverantwortung für die Pläne zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs, bis hin zur Planung der IT-Budgets, sowohl mit Blick auf das unternehmensweite Risikomanagement als auch für die konsequente Umsetzung von Compliance-Vorgaben und anderen gesetzlichen Regularien wie Basel III.

Umso mehr gefragt ist – statt einer nach dem Gießkannenprinzip verteilten Bereitstellung von Finanzmitteln – das alle relevanten Fachabteilungen umfassende Budgetierungskonzept. Dies zieht entsprechend feinmaschig zugeschnittene Verantwortlichkeiten und strategische Schnittstellen nach sich, bei denen regelmäßige „Checks und Balances“ zwischen CRO und CISO erfolgen.

Für die Bewältigung von relevanten Bedrohungen sollte die Geschäftsleitung deshalb eine Stabsstelle oder einen Fachbereich einrichten. Diese hält einen Überblick und die Weisungsbefugnis in allen Fach-, Organisations- und Geschäftsbereichen inne, die sich bei allen direkt oder indirekt mit dem Internet zusammenhängenden Geschäftsabläufen ergeben.

Wichtig ist hierbei, dass diese Abteilung in der Lage ist, sehr schnell auf Veränderungen zu reagieren. Die schlagkräftige neue Abteilung, hier als „Guardian Cloud Security“ bezeichnet, sollte bereits von Anfang an in proaktiver Weise in die Planung neuer Geschäftsfelder aktiv mit einbezogen sein, bis hin zur sukzessiven Integration von Social-Media-Aktivitäten.

Die akute Herausforderung besteht außerdem darin, einen Lösungsansatz zu etablieren, der die bis zum heutigen Tag getroffenen Maßnahmen und Investitionen schützt, ergänzt und idealerweise sogar verstärkt. Dabei muss ein nachhaltiger Lösungsansatz berücksichtigen, dass neue Bedrohungen ebenso wie neue Chancen lokal und weltweit wirken und sich dementsprechend sogar verstärken.

Fazit: Intrinsisch verankertes Abwehrbollwerk

Kurzum: Unternehmen sollten sich, unabhängig von ihrer Größe und Branchenzugehörigkeit, mit der „Guardian Cloud“ unter das Schutzdach einer weltweit einsatzbereiten und verteilten Sicherheitsplattform stellen. Denn das Ziel lautet, Angriffe mit Hilfe von ausgeklügelten Abwehrmechanismen bereits am Rande dieses Schutzschildes zu bekämpfen und zu eliminieren, idealerweise direkt in der Nähe des Angriffsursprungs.

Der dort „automatisch“ wirksame Abwehrmechanismus erschwert oder verhindert zumindest den leichten und raschen Zugriff der Angreifer auf die IT-Infrastruktur des Unternehmens. Die Guardian Cloud Security stellt somit nach napoleonischem Muster eine Art intrinsisch verankertes Abwehrbollwerk dar. Historisch gesehen ist diese Philosophie im vergangenen Jahrhundert auch als „Vorneverteidigung“ bezeichnet worden.

Der Gegner wird also bereits auf seinem eigenen Territorium bekämpft, um spätere Schäden im eigenen Gebiet durch eine aktiv operierende Verteidigungslinie zu unterbinden. Diese Verteidigungsform bietet sich für Unternehmen geradezu an, um Angriffe aus der Welt des Internets jenseits des eigenen Rechenzentrums abzuwehren.

Über den Autor

Michael Hempe ist Senior Major Account Executive im Bereich Financial Services bei der Akamai Technologies GmbH.

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