Sicherheit für Webbrowser

Sicherheit mit Browser-Add-ons und Erweiterungen

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Peter Schmitz

Browser-Add-ons und -Erweiterungen helfen dabei, das Surfen im Web sicherer zu machen.
Browser-Add-ons und -Erweiterungen helfen dabei, das Surfen im Web sicherer zu machen. (© ruslan_khismatov - stock.adobe.com)

Mit Bordmitteln lassen sich die meisten Browser nur unzureichend absichern. Über verschiedene Browser-Add-ons und Erweiterungen von Drittherstellern können Anwender die Datensicherheit aber deutlich verbessern und ihre Privatsphäre schützen. Wir zeigen wichtige Security- und Privacy-Add-ons und -Erweiterungen für Firefox, Chrome und Co.

Natürlich sind aktuelle Browser durchaus sicher. Google Chrome, Mozilla Firefox, Opera, Safari und einige andere Browser bieten eine generelle Grundsicherheit. Diese reicht aber in den meisten Fällen nicht aus. Mit Add-ons können Anwender Skripte blockieren, schädliche Werbung aussperre, Tracking verhindern und Kennwörter speichern.

Mehr Sicherheit durch das Blockieren von Skripten

Sinnvoll sind für Mozilla Firefox die beiden Add-ons Ghostery und NoScript. Die beiden Add-ons sorgen dafür, dass der Benutzer relativ anonym im Internet surfen kann und dass keine Skripte von Webseiten blockiert werden. Natürlich können Anwender Skripte auf Seiten manuell ausführen lassen. Die Einstellungen dazu finden sich über den NoScript-Button auf der linken Seite der Adressleiste.

Mit No-Script Suite Lite steht ein ähnliches Tool auch im Erweiterungs-Shop von Google Chrome zur Verfügung. Auch hier lassen sich Skripte zuverlässig blockieren.

Flash und interaktive Webseitenbereiche lassen sich in Google Chrome recht zuverlässig ohne Add-ons ausbremsen. Hier sind also keine Add-ons für diesen Bereich notwendig. Um das Gleiche für Mozilla Firefox zu erreichen, sind Add-ons notwendig. Das bedeutet natürlich nicht, dass Google Chrome perfekt abgesichert ist. In Google Chrome ist allerdings ein eigener Flash Player enthalten, der vom Betriebssystem getrennt ist. Das schützt den PC generell besser vor gefährlichem Flash-Code. Der Player wird in regelmäßigen Abständen mit Google Chrome zusammen aktualisiert.

Kennwörter mit Add-ons verwalten

Firefox und Chrome verfügen beide über eine Passwortverwaltung. In Google Chrome ist diese leider nicht optimal abgesichert. Hier ist Mozilla Firefox besser ausgestattet, da sich die Kennwörter durch ein Masterkennwort schützen lassen. Firefox und Google Chrome verfügen beide über einen rudimentären Schutz vor Malware und Phishing-Seiten. Hier sind Add-ons nicht zwingend notwendig, aber durchaus sinnvoll. Beispiele dafür sind Lastpass, RoboFormoder Dashlane.

Es lohnt sich im AddOns-Shop von Mozilla Firefox, aber auch Google Chrome Web Store nach „Password“ zu suchen, um Kennwörter sicherer zu speichern.

Anonym und sicher surfen mit dem TOR-Browser

Mit dem kostenlosen TOR-Browser-Paket erhalten Anwender eine OpenSource-basierte sichere Lösung um unerkannt und sicher im Internet zu surfen. Das Paket muss nicht installiert werden, es funktioniert auch über einen USB-Stick. Der Browser basiert auf Mozilla Firefox und unterstützt daher auch verschiedene Add-ons. Der Vorteil des TOR-Browsers besteht darin, dass die wichtigsten Sicherheits-Add-ons bereits integriert sind.

Der Browser steht für Windows, Linux und MacOS zur Verfügung. TOR-Browser wird also bereits standardmäßig mit AddOns ausgestattet, die den Webverkehr absichern, zum Beispiel NoScript, HTTPS-Everywhere, Torbutton und TorLauncher. Diese Add-ons sind automatisch nach dem Entpacken aktiv, Anwender müssen keinerlei Einstellungen vornehmen. Die Add-ons stehen auch für herkömmliche Installationen von Mozilla Firefox zur Verfügung sowie für andere Browser, wie Google Chrome.

Die Installation des TOR-Browsers besteht aus dem Entpacken der Dateien in ein Verzeichnis oder auf einen Stick. Nach dem Entpacken wird die sichere Browser-Umgebung mit „Start Tor Browser.exe“ gestartet. Es öffnet sich der Assistent für die Anbindung an das Internet. Befindet sich der PC hinter einem Proxy-Server, können die Verbindungsdaten während der Einrichtung festgelegt werden.

Gefährliche Werbung ausblenden

Zwar finanzieren sehr viele Webangebote Ihre Dienstleistungen über das Ausspielen von Werbung, aber manchmal kann auch Werbung kann ein Sicherheitsrisiko darstellen. Ein Tool zur gezielten Kontrolle, welche Werbequellen man im Browser erlauben möchte, kann also in sicherheitsrelevanten Umgebungen sinnvoll sein. Als Erweiterungen bzw. Add-ons sind hier speziell Adblock oder Adblock Pluszu nennen. Der Autor des Artikels setzt auf Adblock Plus, da es sich hierbei um die originalen Entwickler handelt. Beide Versionen stehen aber kostenlos zur Verfügung. Adblock Plus ist das ursprüngliche Open-Source-Projekt des Werbeblockers.

Anwender können beide Versionen testen, oder auch Abwandlungen von Adblock, und die Version verwenden, die am besten für die eigenen Anforderungen geeignet ist. Um ein Add-on wieder zu deinstallieren, wird auf das kleine Mülleimer-Symbol neben dem entsprechenden Add-on geklickt. Nachdem Adblock Plus installiert ist, ist rechts oben im Fenster ein Stoppschild zu sehen. Klicken Anwender das Schild an, können sie Einstellungen vornehmen. Empfehlenswert ist hier vor allem die Deaktivierung der Option Anzahl im Icon anzeigen. Wird nach einiger Zeit wieder auf das Symbol geklickt, ist zu sehen wie viel Werbung das Tool bereits insgesamt und auf der aktuellen Seite blockiert hat.

Automatisch SSL nutzen

Mit dem Add-on „HTTPS Everywhere“ das für Google Chrome und Mozilla Firefox zur Verfügung steht, aber auch für Opera können Anwender sicherstellen, dass Webseiten möglichst mit SSL-Verschlüsselung aufgerufen werden, wenn das möglich ist. Das stellt sicher, dass Webseiten automatisch möglichst sicher aufgerufen werden.

Anonymer und sicherer surfen

Die Chrome-Erweiterung Click&Clean löscht den Browserverlauf, wenn Anwender den Browser schließen. Außerdem lassen sich die wichtigsten Einstellungen schneller erreichen. Mit der Erweiterung bereinigen Anwendern den lokalen Speicher von Chrome schnell und zuverlässig.

Die Erweiterung MaskMe / DoNotTrackMe verhindert ähnlich wie das populäre Ghostery (Firefox / Chrome) das Speichern von Spionage-Cookies im Browser. Immer mehr Unternehmen verwenden diese Art des Ausspionierens. Sobald eine Webseite ihr Surfverhalten untersucht, erhalten Anwender eine Information und die Erweiterung blockiert den Vorgang.

Mit der Erweiterung Privacy Manager erreichen Anwender alle Sicherheitseinstellungen in Chrome mit einem Mausklick. Hier lässt sich auch festlegen, welche Daten der Browser automatisch löschen soll und welche Dienste im Einsatz sein soll. Auch der sichere Browser-Modus lässt sich an dieser Stelle aktivieren.

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