Warum Kontext den Unterschied macht
Von Rohdaten zu strategischer Threat Intelligence

Ein Gastbeitrag von Kah Chan Lim & Deborah Galea 6 min Lesedauer

Damit Führungskräfte langfristige Sicherheitsentscheidungen fundiert treffen können, reichen Rohdaten nicht mehr aus. Als Antwort auf künftige Cyberbedrohungen benötigen sie strategische Threat Intelligence die Daten, Analysen und Kontext in Einklang bringt.

Erst wenn Bedrohungsinformationen durch Analyse, Verknüpfung und Bewertung in einen Zusammenhang gestellt werden, werden sie zu strategischer Threat Intelligence.(Bild:  Gemini / Vogel IT-Medien GmbH / KI-generiert)
Erst wenn Bedrohungsinformationen durch Analyse, Verknüpfung und Bewertung in einen Zusammenhang gestellt werden, werden sie zu strategischer Threat Intelligence.
(Bild: Gemini / Vogel IT-Medien GmbH / KI-generiert)

Nicht jede Threat Intelligence hat denselben Zweck. Operative und taktische Threat Intelligence konzentrieren sich vor allem darauf, unmittelbare Bedrohungen zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Strategische Threat Intelligence stellt hingegen die Frage: Worauf müssen wir uns vorbereiten? Im Zentrum steht hier, die breitere Bedrohungslandschaft zu analysieren und in Prognosen für die Zukunft zu übersetzen. Führungskräften kann das für langfristige Sicher­heits­investitionen, Ressourcenplanung und Risikoentscheidungen dienen.

Rohdaten allein reichen dafür jedoch nicht aus. Fakten und Indikatoren werden erst dann wertvoll, wenn sie über gründliche Recherche und evidenzbasierte Analyse aus verschiedenen Quellen eingeordnet werden. Dazu gehören OSINT, kommerzielle Feeds und weitere In­for­ma­ti­ons­quellen. Ohne diese analytische Ebene, die die einzelnen Elemente in Kontext setzt, wird aus Information keine Intelligence.