EUVD-2026-108569 / CVE-2026-115547 Böswillige Admins führen im Okta Access Gateway Systembefehle aus

Von Melanie Staudacher 2 min Lesedauer

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Eine kritische Code Injection in der Admin-Konsole im Okta Access Gateway ermöglicht Angreifern mit Administratorrechten, Systembefehle im Kontext des Dienstkontos auszuführen. Betroffene Appliances sollten auf Version 2026.10.2 aktualisiert werden.

Obwohl für die Ausnutzung von  EUVD-2026-108569 / CVE-2026-115547 Administratorrechte nötig sind, ist die Sicherheitslücke kritisch, weil Angreifer ohne weitere Nutzerinteraktion Systembefehle im Kontext des OAG-Dienstkontos ausführen und damit über die Appliance hinausreichende Schäden verursachen können.(© jariyawat - stock.adobe.com)
Obwohl für die Ausnutzung von EUVD-2026-108569 / CVE-2026-115547 Administratorrechte nötig sind, ist die Sicherheitslücke kritisch, weil Angreifer ohne weitere Nutzerinteraktion Systembefehle im Kontext des OAG-Dienstkontos ausführen und damit über die Appliance hinausreichende Schäden verursachen können.
(© jariyawat - stock.adobe.com)

Ein Problem bei der Eingabevalidierung in der Admin-Konsole des Okta Access Gateways (OAG) ermöglicht es Angreifern, Systembefehle im Kontext des OAG-Dienstkontos auszuführen. Dahinter verbirgt sich die kritische Sicherheitslücke EUVD-2026-108569 / CVE-2026-115547 (CVSS-Score 9.1, EPSS-Score* noch nicht verfügbar). Das Okta Access Gateway ist eine virtuelle Appliance, die als Reverse-Proxy agiert. Sie erweitert Single Sign-on und Multifaktor-Authentifizierung auf lokale Webanwendungen, die moderne Identitätsstandards nicht unterstützen, und kann Fernzugriff ohne klassisches VPN ermöglichen.

Fehlerhafte Eingabeprüfung in der Admin-Konsole

Hintergrund der Schwachstelle ist dem Okta-Hinweis nach, dass die Konsole speziell formatierte Konfigurationswerte nicht ausreichend prüft. Ein böswilliger Akteur, der Administratorrechte hat, kann dies nutzen, um Systembefehle im Kontext des Dienstkontos des OAG auszuführen. Okta ordnet die Sicherheitslücke als Codeinjektion ein, betroffen sind Appliances mit Versionen vor 2026.10.2.

Der CVSS-Vektor beschreibt die Sicherheitslücke als über das Netz erreichbar und mit geringer Komplexität. Angreifer benötigen mit Adminrechten allerdings hohe Berechtigungen, dafür ist keine Interaktion eines weiteren Nutzers nötig. Der Vektor markiert außerdem eine Änderung des Schutzbereichs. Auswirkungen können also über die verwundbare Komponente hinausreichen.

Update und Prüfung der Admin-Zugänge

Okta empfiehlt, das OAG auf Version 2026.10.2 oder neuer zu aktualisieren. Unternehmen sollten zuerst prüfen, welche Appliances im Einsatz sind und welche Version darauf läuft.

Da für die Ausnutzung Administratorrechte nötig sind, ist die Beschränkung des Admin-Zugangs bis zum Update der wichtigste Schutz. Der Zugang sollte auf wenige vertrauenswürdige Administratoren begrenzt und mit Mehrfaktor-Authentifizierung abgesichert werden. Mögliche Indikatoren für eine Kompromittierung nennt Okta nicht. Unternehmen sollten deshalb Administrationsaktivitäten und ungewöhnliche Befehle des Dienstkontos in den Protokollen prüfen.

* Hinweis zum EPSS-Score: Das Exploit Prediction Scoring System zeigt die Wahrscheinlichkeit in Prozent an, mit der eine Schwachstelle innerhalb der nächsten 30 Tage ausgenutzt wird. Der ent­sprechende Score kann sich im Laufe der Zeit verändern. Sofern nicht anders angegeben, beziehen wir uns auf den Stand des EPSS-Scores zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels.

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