Cloud-Storage-Datenmanagement Erhöhte Sicherheit und erweiterte Optionen für die Vawlt-„Supercloud“

Von Michael Matzer 3 min Lesedauer

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Vawlt, ein Anbieter verteilter Multi-Cloud-Langzeitspeicherdienste, hat in Version 3.1 seiner Multi-Cloud-Lösung die Sicherheitsmaßnahmen mit MFA, Zugriffsrichtlinien sowie Air-Gapping-Regeln deutlich verstärkt. Für den Datentransfer können nun Bandbreitenlimits und Proxys definiert werden. Die Liste der unterstützten Cloud-Anbieter wurde um Tencent und IDrive erweitert.

Der Cloud-Storage-Anbieter Vawlt führt erhöhte Sicherheitsstufen für seine Multi-Cloud-Lösung ein und erweitert zudem deren Funktionsumfang.(Bild:  ©alengo, Getty Images Signature via Canva.com)
Der Cloud-Storage-Anbieter Vawlt führt erhöhte Sicherheitsstufen für seine Multi-Cloud-Lösung ein und erweitert zudem deren Funktionsumfang.
(Bild: ©alengo, Getty Images Signature via Canva.com)

Der portugiesische Multi-Cloud-Storage-Anbieter Vawlt verwaltet lediglich die Kontrollschicht auf seinen eigenen Servern, während Kundendaten und Metadaten auf die Kapazitäten zahlreicher anderer Cloud-Storage-Anbieter gespeichert werden. Die Liste dieser Anbieter umfasst die üblichen Verdächtigen, wie etwa AWS, IBM Cloud, GCP, Oracle, OVHCloud, MSF Azure, Backblaze und Wasabi. Diese Liste wird nun in Version 3.1 um Tencent und IDrive erweitert.

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Vawlt bietet „Supercloud“-Storage, der öffentliche und private Clouds sowie On-Prem-Speicher umfassen kann. Die logische Aggregation von Speicher führt zu mehreren Vorteilen, wie etwa einfacherem Datenmanagement, Ausfallsicherheit sowie Unabhängigkeit auf Cloud-Ebene, Datenhoheit, Sicherheit und vor allem Kostenkontrolle: Vawlt wählt jeweils immer den kostengünstigsten Speicher für die laufende Arbeitslast. CEO Ricardo Mendes sieht die Stärke seiner Lösung im Bereich der Langzeitspeicherung, da hier die Vorteile der Lösung „am stärksten zum Tragen kommen“.

Datenebene für die Kunden

Eine Datei wird bei Erfassung sofort verschlüsselt, gesplittet und redundant auf mehrere Laufwerke verteilt, seien sie nun Public, Private oder sogar On-Prem. Nur zwei Cloud-Segmente reichen aus, um sie wieder zusammenzufügen. „Lediglich die Steuerungsebene wird von Vawlt auf eigenen Servern in Europa betrieben“, betont Mendes, „die Datenebene gehört allein den Kunden“. Weil die Vawlt-Systemarchitektur datenzentriert arbeite, passierten Kundendaten niemals Vawlt-Server. Das sei ganz im Sinne der EU-Vorgaben für Datensouveränität, Datenschutz und Datensicherheit, unterstreicht Mendes.

„Es dauert nur fünf Minuten, um eine Vawlt-Installation einzurichten, einschließlich Provisioning“, so Mendes. Diese Instanz ist mandantenfähig. Der Kunde kann zum Beispiel eine „heiße“ Speicherklasse für ein virtuelles Laufwerk mit 50 TB oder einen S3-Server erstellen. Vier Anbieter stellen den Speicherplatz zur Verfügung, der Preis wird sofort angezeigt. „Wir ermöglichen Einsparungen von bis zu 20 Prozent im Vergleich zum Standard-S3-Preis“, erklärt Mendes. Mit Hilfe des Vawlt-Software-Agenten können die Service-Funktionen von Vawlt auch am Edge genutzt werden, was für IoT-Szenarien von Vorteil ist.

Die „Supercloud“ von Vawlt hat vier bevorzugte Anwendungsfälle: Archivierung, Ransomware-Schutz, Offsite-Backup sowie Infrastruktur-Scale-Out („Burst Mode“). „Wenn zum Beispiel eine beliebige Cloud ersetzt werden soll, bieten wir mehrere Optionen zur Auswahl an“, sagt Mendes. Zwei Übertragungswege werden unterstützt: S3 und Dateisystem. In der neuesten Version kann die gebuchte Bandbreite gedrosselt werden, indem der Kunde eine Obergrenze für Daten festlegt, die Vawlt für Up- und Downloads nutzen kann.

Vawlt enthält zahlreiche Funktionen, Merkmale und Werkzeuge. Im Synchronisationstool unterstützt die neueste Version nun Datenquellen, die mit S3, also Objektspeicher, kompatibel sind. Diese Datenquellen werden mit den Datenvolumen von Vawlt synchronisiert. Zur Konfiguration stehen nun auch Proxy-Server zur Verfügung, über die Vawlt sicher mit dem Internet kommuniziert.

Erweiterte Sicherheitsmerkmale

Gemäß den Vorgaben durch die europäische Gesetzgebung sind Sicherheit und Datenschutz von oberster Priorität. Vawlt verwendet verschiedene Verfahren, um Datensicherheit und Datenschutz zu gewährleisten. In Version 3.1 werden laufwerkbezogene Zugriffsrechte und Zweifaktorauthentifizierung (2FA) für kritische Maßnahmen wie etwa Updates zum Standard.

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Ein weiteres Sicherheitsverfahren ist das Byzantinische Fehlertoleranzsystem (BFT), das es seit fast drei Jahrzehnten gibt. Es soll die Konsistenz und Verfügbarkeit replizierter Daten gewährleisten, wenn es zu einem technisch bedingten Ausfall eines oder mehrerer Data Repositories gekommen ist. Dieses Problem tritt insbesondere in verteilten Netzwerken auf, wo Vertrauen und Konsens unter den Teilnehmern entscheidend sind, um Systemabstürze oder -fehler zu vermeiden. Lösungen wie der byzantinische Fehlertoleranz-Algorithmus helfen dabei, diese Herausforderungen zu überwinden und die Zuverlässigkeit und Sicherheit solcher Systeme zu erhöhen.

„Der Schutz vor Ransomware wird durch unveränderliche Dateien, Versionierung und Air-Gapping erreicht“, sagt Ricardo Mendes. Air-Gapping kann in Version 3.1 durch die Festlegung von Fristen für bestimmte Zeiträume implementiert werden, in denen bestimmte Datenlaufwerke automatisch air-gapped, das heißt abgeschaltet werden sollen.

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