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Kalkuliertes Risiko Verletzungen der Datensicherheit in Kauf genommen

| Redakteur: Stephan Augsten

IT-Entscheider halten Verletzungen der Datensicherheit für äußerst wahrscheinlich, wie die aktuelle „Risk:Value“-Studie von NTT Com Security zeigt. Demnach erwarten zwei Drittel aller Befragten, dass es in ihrem Unternehmen zu entsprechenden Problemen kommt.

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Geldverbrennung: Obwohl IT-Entscheider um die Risiken von Datenverlusten wissen, bekommen sie kaum Budget für Gegenmaßnahmen.
Geldverbrennung: Obwohl IT-Entscheider um die Risiken von Datenverlusten wissen, bekommen sie kaum Budget für Gegenmaßnahmen.
(Bild: Archiv)

Im Auftrag von NTT Com Security hat das Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne zwischen Oktober und November 2015 weltweit 1000 Führungskräfte zu IT-Risiken befragt. Demnach stufen 54 Prozent der Befragten stufen das Thema Informationssicherheit als essentiell für ihren geschäftlichen Erfolg ein.

Nur knapp ein Fünftel (18 Prozent) sehen in mangelhafter Datensicherheit die größte Gefahr für ihr Unternehmen darstellt. Dies scheint nicht viel, bei der letztjährigen Risk:Value-Studie von NTT Com Security vertrat allerdings nicht einmal ein Zehntel diese Meinung.

Unstrittig ist, dass Sicherheitsverletzungen negative Auswirkungen haben. Genannt wurden hier vor allem Aspekte wie Verlust des Kundenvertrauens (69 Prozent), Beeinträchtigung der Reputation (60 Prozent) und finanzielle Schäden (54 Prozent). Die Folgekosten für die Behebung der Schäden bezifferten die Teilnehmer im Schnitt auf gut 800.000 Euro.

Dabei handelt es sich zunächst einmal nur um Entschädigungen und Konventionalstrafen. Die Entscheider veranschlagen dabei knapp ein Fünftel für Anwaltskosten, 18 Prozent für Kundenentschädigungen und jeweils 15 Prozent für Unkosten Dritter sowie Strafzahlungen und Compliance-Kosten. Andere zu erwartende Kosten betreffen Bereiche wie PR und Kommunikation oder Entschädigungen an Lieferanten und Mitarbeiter.

Aufwendungen für die technische Auf- und Nachrüstung oder vertrauensbildende Maßnahmen blieben ebenso unberücksichtigt wie entgangene Umsätze. Ein Drittel der Entscheider glaubt im Übrigen aber, dass sie oder Kollegen aus dem Führungsgremium im Fall einer Sicherheitsverletzung ihr Amt niederlegen müssten.

Interessierte können selbst einen Blick in die Umfrageergebnisse werfen. Die „Risk:Value Executive Summary“ steht zum Download auf der Webseite von NTT Com Security bereit.

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