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Sicherheitsframework für virtuelle Maschinen
Um diese Probleme in den Griff zu bekommen hat VMware einen eigenen Weg beschritten. Zusammen mit der neuen Hypervisor-Version vSphere 5 veröffentlichte der Virtualisierungsprimus die vShield 5-Produktfamilie. Es handelt sich um ein Sicherheits-Framework, das die Möglichkeit bietet, von außen den Datenverkehr zwischen virtuellen Maschinen (VM), Applikationen über den Hypervisor mit der Hardware auf jedem physikalischen Server zu kontrollieren. Dieser Ansatz wird den Sicherheitsanforderungen der dynamischen Natur von virtualisierten Umgebungen gerecht.
Das vShield-Portfolio bietet drei verschiedene Ausprägungen mit Schnittstellen beziehungsweise Produkten, die drei unterschiedliche Probleme adressieren und ein gemeinsames Verwaltungswerkzeug namens vShield Manager haben. Jede Ausprägung kann in Form von Schnittstellen von weiteren Sicherheitsanbietern in eigene Lösungen integriert werden.
Zum einen gibt es vShield App, eine Anwendungs-Firewall, die auf jedem vSphere-Host installiert wird. Sie soll die Kommunikation zwischen den VMs schützen, indem sie das Festlegen von Vertrauenszonen für verschiedene Anwendungen ermöglicht und diese auf der Basis von Sicherheitsregeln kontrolliert. Zum anderen sorgt vShield Edge als klassische Firewall, Loadbalancer und mit VPN-Tunnel ausgestattet, für Perimetersicherheit. Diese Komponente bietet nur VMware an. Über eine REST-Schnittstelle (Representational State Transfer) lässt sich vShield Edge gut in den Service-Stack integrieren – von Bedeutung für Service Provider, die ihre Kunden damit voneinander abschirmen.
Die dritte Komponente schließlich ist vShield Endpoint für den Schutz der VMs vor Malware. Dabei handelt es sich um einen Nachfolger von VMsafe, der ersten Generation von Sicherheitskomponenten, mit denen Sicherheitsprodukte von Drittanbietern die gleichen Einblicke in den Betrieb einer virtuellen Maschine erhalten wie der Hypervisor, um Malware (Viren, Trojaner und Key-Logger) zu identifizieren und zu eliminieren.
Es kommt auf die Gesamtlösung an
Wie schon der Vorgänger ist auch vShield kein eigenes Produkt, umfasst also keinen Virenscanner, sondern stellt vor allem Schnittstellen zur Verfügung. VMware-Partner können ihre eigenen Scanning-Lösungen in eine eigene virtuelle Maschine auslagern und dann diese Schnittstellen nutzen, die alle Funktionen zur Verfügung stellt, die die Hersteller brauchen, um den Datenverkehr zu überwachen. Diese Möglichkeiten nutzen alle Anbieter, die bislang eine auf den Schnittstellen beruhende eigene Lösung anbieten.
Im zweiten Teil dieses Artikels werden wir Ihnen einen Überblick darüber geben, wie gut verschiedene Security-Anbieter vShield aktuell in ihre Lösungen eingebunden haben.
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