Nepper, Schlepper, Bot-Betreiber

Wie mit Zeus und anderen Botnetzen zig Millionen Euro ergaunert werden

14.10.2010 | Autor / Redakteur: Martin Dombrowski / Stephan Augsten

Rechnet sich: Selbst die Investition in teure Botkits zahlt sich für Cyber-Kriminelle aus.
Rechnet sich: Selbst die Investition in teure Botkits zahlt sich für Cyber-Kriminelle aus.

Botnetze werden nicht nur für den Spam-Versand reiner Werbe-E-Mails genutzt, immer öfter stehen sie in Verbindung mit Wurm- und Trojaner-Infektionen sowie Erpressung und Betrug. Security-Insider.de beleuchtet das wirtschaftliche und kriminelle Potential der Bots im Allgemeinen sowie dem Zeus-Botnetz im Speziellen.

Was ist ein Botnetz?

Ein Botnetz ist ein Verbund von Systemen, die mit einem Bot infiziert wurden und diese sich über einen zentralen so genannten Command and Control Server (C&C-Server) verwalten und steuern lassen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass solche Botnetze aus vielen tausend infizierten Systemen bestehen. Eine Infektion findet über vielerlei Wege statt, wie z.B. durch den gezielten Versand von Trojanern über Spam-Mails bis hin zur Infektion per Drive-by-Download.

Bevor sie verteilt werden kann, muss die Bot-Client-Software natürlich noch erstellt werden. Dies geschieht meist nach dem Baukasten-Prinzip über ein Botkit, mit dessen Hilfe die Bot-Malware konfiguriert und kompiliert wird.

Solche Kits werden zu Summen von bis zu mehreren Tausend Euro auf den Cybercrime-Märkten im Internet verkauft. Das erscheint zunächst doch ziemlich teuer. Doch die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Einsatzmöglichkeiten eines solchen Botkits recht groß sind.

Wie gefährlich Botnetze sind, zeigen die Meldungen der vergangenen Wochen. Weit über 100 Personen wurden in den USA, England und der Ukraine verhaftet. Ihnen wird vorgeworfen mit Hilfe von Trojanern ca. 70 Millionen US-Dollar gestohlen zu haben.

Der Kriminelle kann die Bot-Client-Software stark seinen Wünschen anpassen. So gab es zum Beispiel den Fall, in dem ein Botnet von circa 150.000 infizierten Systemen etliche Dateien auf der Festplatte des infizierten PC verschlüsselte und den Hinweis hinterließ, dass man gegen eine Bezahlung von 300 Dollar den passenden Encryption Key erhalten würde. Solche Funktionen wurden auch in den Anfängen des sogenannten Zeus-Bot genutzt.

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