Kostenlose Virenscanner – Nutzen und Gefahren

Wie schlechte Antivirus-Freeware zum Business-kritischen Faktor wird

26.09.2011 | Autor / Redakteur: Ralph Dombach / Stephan Augsten

Weniger populär in Deutschland ist der Anbieter Comodo, der vorrangig auf den englischen Markt ausgerichtet ist.
Weniger populär in Deutschland ist der Anbieter Comodo, der vorrangig auf den englischen Markt ausgerichtet ist.

Jede Aktivität, die dazu beiträgt, die IT Sicherheit zu verbessern, ist willkommen. Dies gilt auch für Gratis-Virenscanner, die im privaten Umfeld dazu beitragen, dass auf einer Vielzahl von PCs überhaupt ein Virenschutz installiert ist. Daher ist es Security-Unternehmen wie Avira, Avast oder Panda hoch anzurechnen, dass sie überhaupt Gratis-Produkte anbieten.

Manche Fragestellungen ergeben auf den ersten Blick keinen Sinn. Wieso sollte ein kostenloser Virenscanner gefährlich sein? Der Anwender erhält ein ausgereiftes Produkt, welches ihn vor Computerviren, Trojanern und anderer Schadsoftware schützt.

Noch dazu erhält er die Lösung umsonst und muss nicht für eine Einzellizenz dreißig bis fünfzig Euro investieren. Denn oft ist es leider so, dass der User zwar einige hundert Euro für einen Laptop oder ein Netbook investiert, aber an der Security-Software spart.

Beschäftigt man sich aber etwas intensiver mit der Fragestellung, entdeckt man durchaus Nebenwirkungen, die ein Risiko beinhalten. Risiken, die auch Unternehmen gegebenenfalls im Rahmen ihrer Security-Awareness-Maßnahmen berücksichtigen sollten.

Antivirus beim Endanwender

Für den Anwender ist kostenlose AV-Software zunächst eine feine Sache. Er bekommt gratis einen Virenschutz, für den andere bezahlen müssen. Dass es aber Unterschiede zu den kommerziellen Versionen gibt, wird meistens verdrängt oder mit dem Hinweis „Ich mache ja nichts gefährliches“ entkräftet.

Dabei zeigt ein Blick auf die vorbildliche Info-Webseite von Avira, wo im Detail die Unterschiede zwischen der Gratis- und Kauf-Version liegen. Der Mehrwert, den die Premium-Version bietet, ist dabei nicht zu unterschätzen. Auch wenn heute zusätzliche Security-Features im Browser implementiert werden, sind Funktionen wie „AntiDrive-by“ mehr als nützlich.

Das Risiko, sich per Software-Download oder durch Surfen im Web eine Schadsoftware einzufangen, ist heute größer als noch vor einem Jahr. Auch wenn man nur auf „seriösen“ Seiten surft, kann man mitunter das Opfer einer Drive-By-Attacke werden.

In diesem Fall ärgert man sich über den Virenscanner, der das nicht verhindert hat – ohne fairerweise zu berücksichtigen, dass eine solche Funktionalität ggf. nicht zum Leistungsumfang der eingesetzten Software zählt. Doch wer den Schaden hat und seinen Rechner neu aufsetzen muss, dem ist das egal.

Nicht selten führt dies auch dazu, dass der Anwender einen Herstellerwechsel vollzieht. Denn das vorangegangene Produkt „taugt ja nichts“, da es die Attacke nicht verhindert hat. Ungeachtet der technischen Qualität des Virenscanners, liegt aber das Problem hier beim Endanwender, der eine Funktionalität erwartet, die er nicht erworben hat.

Inhalt

  • Seite 1: Antivirus beim Endanwender
  • Seite 2: Anspruch und Wirklichkeit
  • Seite 3: Gefährliche Erfahrungswerte
  • Seite 4: Der AV-Hersteller

 

Statements der Antivirus-Industrie

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