Zenarmor erweitert Firewalls um moderne, intelligente Regeln, die über Standard-Firewall-Funktionen hinausgehen und diese zur sogenannten Next Generation Firewall (NGFW) machen. Zenarmor gibt es auch kostenlos für die Open Source Firewall OPNsense. Wir zeigen in diesem Tool-Tipp die ersten Schritte von Installation und Setup.
Mit Zenarmor können Admins auch die Open Source Firewall OPNsense um moderne NGFW-Funktionen wie Deep Packet Inspection und Web Blocking aufrüsten.
(Bild: Dall-E / KI-generiert)
OPNsense gehört zu den beliebtesten Firewalls für KMU und ist durchaus auch für größere Netzwerke geeignet. Zusammen mit Zenarmor lässt sich OPNsense zu einer Next Generation-Firewall (NGFW) aufbohren, indem weitere Sicherheitsfunktionen dazukommen. Nach Installation und Aktivierung der Funktion kann OPNsense in Echtzeit Angriffe abwehren, unterstützt durch KI.
In diesem Tool-Tipp-Video und der Bildergalerie zeigen wir die Installation, Einrichtung und ersten Schritte mit Zenarmor unter OPNsense.
Zenarmor fügt erweiterte Sicherheitsfunktionen zu Firewalls hinzu, auch bei OPNsense. Beispiele dafür sind Deep Content Inspection und Deep Packet Inspection (DPI). Diese Technik erkennt auch Angriffe, die sonst durch die Firewall schlüpfen können. Zenarmor erweitert OPNsense, aber auch andere Firewalls um die Möglichkeit Richtlinien zu erstellen, direktes Web-Blocking zu betreiben und bekannte Malware-Seiten automatisiert zu blockieren. Zenarmor kann kostenlos genutzt werden. Wer eigene Richtlinien erstellen will, kann das mit Zenarmor ebenfalls erledigen.
Zenarmor in OPNsense installieren - auch kostenlos
Vor der Installation von OPNsense sollte über „System -> Firmware -> Status“ mit „Auf Aktualisierungen prüfen“ sichergestellt werden, dass die Firewall auf dem neusten Stand ist. Dadurch lässt sich auch die neuste Version von Zenarmor installieren.
Die Integration von Zenarmor erfolgt über „Firmeware -> Erweiterungen“. Hier werden zunächst die beiden Erweiterungen „os-sunnyvalley“ und „os-sensei“ installiert. Nach der Aktualisierung der Oberfläche mit F5 ist auf der linken Seite des OPNsense-Menüs der neue Menüpunkt „Zenarmor“ zu finden. Hier erfolgt die Einrichtung von Zenarmor. Bei der Grundeinrichtung erfolgt an dieser Stelle die Bestätigung der Lizenzbedingungen, die Installation der Datenbank (am besten MongoDB verwenden) und die Auswahl des Deployment Mode. In kleineren Netzwerken ist an dieser Stelle die Auswahl „Routed Mode (L3 Mode, Reporting + Blocking) with emulated netmap driver“ ideal. Außerdem werden hier die Schnittstellen ausgewählt, die Zenarmor schützen soll.
Über „Set security zone“ erfolgt noch die Definition von „lan“ für die interne Schnittstelle. Im Rahmen der Einrichtung lässt sich Zenarmor lizenzieren oder als kostenlose Version nutzen. Die Option muss im Assistenten einfach eingerichtet werden. Um in Zukunft zu einer kostenpflichtigen Version zu wechseln, kann man über den Menüpunkt „Zenarmor -> Einstellungen -> Subscription“ das Abonnement wechseln. Bei der Verwendung der kostenlosen Version ist bei „Purchased Subscription“ der Wert „free“ zu sehen. Dadurch lässt sich Zenarmor problemlos testen und kostenlos produktiv verwenden.
In diesem Tool-Tipp-Video und der Bildergalerie zeigen wir die Installation, Einrichtung und ersten Schritte mit Zenarmor unter OPNsense.
Ein Überblick zum aktuellen Status der Firewall ist bei „Dashboard“ zu sehen. Wichtig ist, dass bei „Engine“ der Status „Running“ zu sehen ist. An dieser Stelle kann Zenarmor auch so konfiguriert werde, dass der Dienst mit OPNsense startet, was auch empfohlen ist. Auch bei „Reporting Database“ sollte der Status „Running“ sein. Im Dashboard ist zu sehen, dass Zenarmor Datenpakete überprüft und blockiert. Das dauert natürlich etwas, abhängig vom Datenverkehr. Im unteren Bereich ist die Auslastung der CPU, der Datenträger und der Speicherverwendung zu sehen. Bei „Cloud Nodes Status“ sollte „UP“ und idealerweise 100% zu sehen sein. Dadurch ist sichergestellt, dass Zenarmor Angriffe erkennt und an den Dienst weiterleitet. Andere Zenarmor-Nutzer können diese Daten nutzen, um sich selbst für Angriffe vorzubereiten. Umgekehrt profitiert man selbst von den Daten, die wiederum andere Nutzer von Zenarmor hochladen.
Über den Menüpunkt „Reports“ sind weiterführende Berichte zu sehen, wie eine Analyse der einzelnen Kategorien des Datenverkehrs. In der Free-Edition sind nicht alle Versionen ersichtlich. Bei diesen blendet das Dashboard den Hinweis ein, dass mit der kostenpflichtigen Version auch diese Informationen verfügbar sind. Hier lässt sich Zenarmor kostenlos 15 Tage testen. Im oberen Bereich des Fensters sind weiter Menüpunkte in der Mitte aufgeführt. Hier können die verschiedenen Berichte untergliedert werden, zum Beispiel nach den gefundenen Threats, den blockierten Verbindungen, den Webzugriffen, Daten für DNS sowie TLS. In der kostenlosen Version sind viele Informationen verfügbar, aber nicht alle. Über „Live Sessions“ sind wiederum die aktuellen Verbindungen zu sehen, inklusive der Geräte, der IP-Adressen und der verwendeten Ports.
Stand: 08.12.2025
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Eine der Stärken und Vorteile von Zenarmor ist die Möglichkeit Richtlinien auf Anwendungsebene und Pakete zu erstellen. Diese Funktionen gehen über das Erstellen einfacher Regeln hinaus. Bei „Policies“ ist die Richtlinie „Default“ zu sehen. In der kostenlosen Version können keine eigenen Richtlinien erstellt werden. Allerdings bietet auch die Richtlinie „Default“ interessante Einstellungsmöglichkeiten. Durch einen Klick auf „Default“ sind auf der rechten Seite des Fensters verschiedene Menüpunkte zu sehen.
Bei „Security“ sollten in diesem Bereich bei „Essential Security“ die verschiedenen Optionen aktiviert werden, vor allem „Malware/Virus“, „Phishing“, „Hacking“ und „Spam sites“. Die einzelnen Optionen lassen sich einfach ein- und wieder ausschalten, wenn diese nicht mehr benötigt werden. Über „App-Controls“ lassen sich Webseiten zu bestimmten Themen blockieren, zum Beispiel Ad-Tracker, AI-Tools, File-Transfer und vieles mehr.