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Tool-Tipp: AdwCleaner Adware und Malware mit AdwCleaner entfernen

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Peter Schmitz

Um Rechner von Malware und unerwünschter Software wie Adware und Spyware zu befreien, braucht man nicht unbedingt teure Profi-Tools, oft reicht schon das richtige Freeware-Tool. Eines der bekanntesten Programme dafür ist AdwCleaner von Malwarebytes, das sich sogar für den Einsatz vom USB-Stick aus eignet.

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AdwCleaner ist ein kompaktes und kostenloses Anti-Malware-Tool. Wie man das Freeware-Tool konfiguriert und automatisiert, zeigen wir in diesem Tool-Tipp.
AdwCleaner ist ein kompaktes und kostenloses Anti-Malware-Tool. Wie man das Freeware-Tool konfiguriert und automatisiert, zeigen wir in diesem Tool-Tipp.
(© Stefano Garau - stock.adobe.com)

Der kostenlose AdwCleaner von Malwarebytes entfernt Adware und andere Malware vom Rechner, ohne dass eine Installation notwendig ist. Nachdem die *.exe-Datei des Tools gestartet wurde, lässt sich bereits der Scanvorgang starten. Daher eignet sich AdwCleaner um zusätzlich für Schutz zu sorgen. AdwCleaner entsorgt vor allem auch nervige Adware sowie Potentially-Unwanted-Programs (PUPs), also Programme, die keinen Nutzen haben.

Neben Adware findet AdwCleaner aber auch Toolbars sowie Browser-Hijackers. Durch die einfache Bedienung kommen auch ungeübte Anwender schnell zum Ziel. Die Software funktioniert auf Rechnern mit Windows 7/7/8.1 und Windows 10.

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Wie man mit AdwCleaner Malware findet, wie man das Freeware-Tool konfiguriert und automatisiert, zeigen wir im Tool-Tipp-Video und in der Bildergalerie zu diesem Artikel.

Einsatz auf USB-Stick möglich

Da die Software nicht installiert werden muss eignet sie sich hervorragend als mobiles Tool auf einem USB-Stick. Die Bedienung ist auch für ungeübte Anwender leicht: Zunächst wird das Tool heruntergeladen und gestartet. Durch einen Klick auf die Schaltfläche „I Agree“ oder „Ich stimme zu“, startet die eigentliche Oberfläche. Mit einem Klick auf die Schaltfläche „Suchlauf“ beginnt der Assistent mit der Suche nach Malware. Zunächst lädt das Tool eine neue Version seiner Datenbank herunter, damit der Suchlauf immer über die neuste Version zugreifen kann.

Anwender sollten alle Schädlinge, die das Tool findet löschen lassen. Scannen Anwender danach den Rechner noch einmal, können sie sicherzustellen, dass sich kein Virus mehr auf dem Rechner befindet. Mit der Schaltfläche Löschen werden die Elemente vom Rechner entfernt. Standardmäßig markiert AdwCleaner alle Schädlinge. Hat das Tool versehentlich ein Programm als schädlich erkannt, bei dem es sich nicht um Malware handelt, kann das Löschen verhindert werden, in dem der Haken - Nach dem Suchvorgang zeigt AdwCleaner alle gefundenen Schädling anbei dem entsprechenden Programm entfernt wird.

Keine Programme offen lassen

Auch wenn der Scanvorgang schnell abgeschlossen ist, sollten keine Programme geöffnet bleiben. Denn AdwCleaner muss die offenen Prozesse beenden, um die meisten Schädlinge zu entfernen. Außerdem muss meistens noch der PC neu gestartet werden. Diese Vorgänge lassen sich nicht verhindern, wenn der Scan- und Bereinigungsvorgang erst einmal gestartet sind.

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Viren mit Multi-AV kostenlos entfernen

Geht es darum auf die Schnelle Dateien oder einen ganzen Rechner zuverlässig nach Viren zu scannen, ist es durchaus sinnvoll auf mehrere Scan-Engines zu setzen. Die Freeware Multi-AV bietet eine grafische Oberfläche für zahlreiche Scanner, ohne dass eine Installation notwendig ist.

Multi-AV ist ein kostenloser Virenscanner auf Basis einer *.exe-Datei, die nur entpackt werden muss. Das Tool baut auf der Skripting-Software Kixtart auf. Mit dem Tool lassen sich Rechner oder Dateien mit den Virenengines von Sophos, Trend Micro, Emsisoft und Avira scannen. Das Tool prüft nicht mit allen Engines auf einmal, sondern der Reihe nach. Multi-AV ist nicht als Echtzeitscanner auf Rechnern geeignet, sondern verwendet die Befehlszeilen-Tools der angebundenen Virenscanner. Das Tool benötigt Zugang zum Internet, da Definitionsdateien und andere Daten aus dem Internet nachgeladen werden müssen. Nachdem das Archiv entpackt wurde, wird der Scanvorgang der einzelnen Virenscanner gestartet. Die Vorgänge dauern einige Zeit.

Erweiterte Optionen nutzen

Über den Menüpunkt „Werkzeuge“ lassen sich die Optionen des Tools öffnen. Hier sind normalerweise keine Einstellungen notwendig. Wer AdwCleaner häufiger einsetzt kann hier aber die Löschvorgänge optimieren. Außerdem können die die Einstellungen des Rechners zurückgesetzt werden, wenn eine Malware unberechtigt Anpassungen vorgenommen hat.

Durch Aktivierung des Fehlermodus legt AdwCleaner eine weitere Logdatei an. Diese befindet sich im Verzeichnis „C:\AdwCleaner“ und trägt die Bezeichnung „AdwCleanerDebug.log“. Mit der Logdatei lassen sich vor allem Informationen bei Problemen mit AdwCleaner anzeigen.

Beim Verwenden von AdwCleaner legt das Tool automatisch das Verzeichnis „C:\AdwCleaner“ an. In diesem Verzeichnis befindet sich die Konfigurationsdatei „settings.ini“, die Quarantäne und andere temporäre Daten. Wird AdwCleaner nicht mehr benötigt, kann das Verzeichnis gelöscht werden.

Über den Menüpunkt „Sprache“ kann die Anzeigesprache von AdwCleaner angepasst werden. Damit die neue Sprache verwendet wird, muss AdwCleaner neu gestartet werden. Die Sprache wird, wie andere Einstellungen auch, in der Datei „settings.ini“ im Verzeichnis „C:\AdwCleaner“ gespeichert.

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Wie man mit AdwCleaner Malware findet, wie man das Freeware-Tool konfiguriert und automatisiert, zeigen wir im Tool-Tipp-Video und in der Bildergalerie zu diesem Artikel.

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Über den Autor

 Thomas Joos

Thomas Joos

Freiberuflicher Autor und Journalist