Interne Analyseplattform betroffen Statista bestätigt Cyberangriff auf internes Metabase-System

Von Marvin Djondo-Pacham 1 min Lesedauer

Statista ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Unbekannte verschafften sich Zugang zu einem internen Metabase-Analysewerkzeug. Das System verarbeitete Nutzungsdaten einer kleinen Zahl von Geschäftskunden und enthielt möglicherweise personenbezogene Informationen.

Über eine nicht näher benannte Schwachstelle konnten sich Angreifer Zugriff auf die interne Metabase-Analyseplattform von Statista verschaffen. Möglicherweise handelt es sich bei dem Einfallstor um eine kürzlich bekannt gewordene Zero-Day-Sicherheitslücke.(Bild:  KI-generiert)
Über eine nicht näher benannte Schwachstelle konnten sich Angreifer Zugriff auf die interne Metabase-Analyseplattform von Statista verschaffen. Möglicherweise handelt es sich bei dem Einfallstor um eine kürzlich bekannt gewordene Zero-Day-Sicherheitslücke.
(Bild: KI-generiert)

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) informierte Statista nach Angaben des Hamburger Datenunternehmens am späten Abend des 10. August 2026 darüber, dass es auf der Leak-Seite der Ransomware‑Gruppe „Direwolf“ aufgetaucht sei. Statista habe daraufhin die eigenen Incident-Response-Prozesse aktiviert und externe Forensiker hinzu gezogen. Am Nachmittag des 11. August bestätigten die Spezialisten dem Unternehmen zufolge einen unbefugten Zugriff.

Interne Metabase‑Instanz über Schwachstelle angegriffen

Betroffen ist laut Statista eine interne Instanz der Analyseplattform Metabase. Dort werden Daten über die Nutzung von Statista-Diensten durch Geschäftskunden zusammengeführt, die Anzahl dieser Kunden sei begrenzt. Nach aktuellem Stand sei das Tool über eine Schwachstelle in der Anwendung angegriffen worden. Die forensische Untersuchung habe zudem ergeben, dass sich in dem System personenbezogene Daten mit DSGVO-Relevanz befanden. Welcher Umfang an Daten konkret betroffen ist und ob Informationen tatsächlich abgeflossen sind, untersuche Statista weiter.

Nach Bestätigung des unbefugten Zugriffs habe Statista die betroffene Anwendung unmittelbar abgeschaltet und die betroffenen Kunden direkt informiert. Der Vorfall sei den zuständigen Behörden gemeldet worden. Die datenschutzrechtliche Bewertung erfolgt laut Unternehmen durch den Head of Data Protection und den CISO in Abstimmung mit der zuständigen Auf­sichts­be­hör­de. Statista kündigte an, neue Erkenntnisse an Behörden und Betroffene wei­ter­zu­ge­ben, sobald der Umfang des Vorfalls genauer feststeht.

Kundenplattform laut Statista nicht betroffen

Die öffentlich zugängliche Plattform Statista.com und weitere kundennahe Systeme seien weiterhin uneingeschränkt verfügbar und nach aktuellem Kenntnisstand nicht von dem Sicherheitsvorfall betroffen, teilte das Unternehmen mit. Ob die auf der Leak‑Seite genannte Gruppe Direwolf tatsächlich hinter dem Angriff steht, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Statista beschreibt bislang nur einen unbefugten Zugriff auf das interne Analysewerkzeug und eine laufende forensische Untersuchung.

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