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IT-Security Cyberkriminalität betrifft mehr als jeden zweiten User

| Autor: Ann-Marie Struck

Die Zahl an Opfern von Cyberangriffen ist gestiegen. Laut einer Umfrage des Bitkom wurde im vergangenen Jahr mehr als jeder zweite Onliner (55 Prozent) Opfer von Attacken im Netz. Das sind fast 5 Prozent mehr als 2018. Dabei können sich Nutzer mit wenig Aufwand davor schützen.

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Laut einer Umfrage des Bitkom wurde im vergangenen Jahr mehr als jeder zweite Onliner (55 Prozent) Opfer von Attacken im Netz.
Laut einer Umfrage des Bitkom wurde im vergangenen Jahr mehr als jeder zweite Onliner (55 Prozent) Opfer von Attacken im Netz.
(Bild: © MaksymFilipchuk - stock.adobe.com )

Die Bedrohung aus dem Netz bleibt bestehen. Bereits über die Hälfte (55 Prozent) aller Internet-Nutzer wurden 2019 Ziel eines Cyberangriffs. 2018 waren es nur 50 Prozent. So das Ergebnis einer Studie des Bitkom. Auf Platz eins der Angriffsmethoden liegen bei den Befragten Schadprogramme auf Smartphones oder PCs. Davon waren 46 Prozent betroffen. Von 28 Prozent der Onliner wurden persönliche Daten abgefragt und an Dritte weitergegeben.

Außerdem gaben 19 Prozent der Internetnutzer an, bei privaten als auch geschäftlichen Einkäufen im Netz betrogen worden zu sein. Weitere 12 Prozent vermerken beim Online-Banking etwa durch Missbrauch von Kontodaten betrogen worden zu sein. Auch die Zugangsdaten zu sozialen Medien oder Online-Shops wurden bei 15 Prozent der Umfrageteilnehmer ausspioniert. Grund dafür sind meist Phishing-Attacken.

Neben Diebstahl und Betrug, kommt es durch die Anonymität des Internets auch zu Beleidigungen und Erpressung. 9 Prozent der Befragten geben an, im Internet verbal angegriffen oder beleidigt worden zu sein. Sexuelle Belästigung im digitalen Raum betrifft 8 Prozent der Befragten. Sowohl Identitätsdiebstahl als auch das Versenden unerwünschter E-Mail mit dem eigenen Namen, beklagen 5 Prozent der Studienteilnehmer. Opfer einer Ransomware-Attacke auf Smartphone oder PC wurden nur 2 Prozent der Befragten.

Dabei können sich Online-Nutzer mit wenig Aufwand vor potenziellen Angriffen schützen. Im Folgenden die Tipps des Bitkoms.

Sechs Tipps für mehr IT-Sicherheit

  • 1. Sichere Passwörter: Es ist und bleibt der Klassiker der IT-Sicherheit: das komplexe Passwort. Idealerweise ist es mindestens acht Zeichen lang, enthält sowohl Groß- als auch Kleinschreibung, Ziffern sowie Sonderzeichen. Zudem sollte das Passwort willkürlich gewählt werden und nicht das eigene Geburtsdatum, Name des Haustiers oder Lieblingsfilm sein. Ferner sollte es weder berufliche noch private Bezüge haben.
  • 2. Passwort-Manager: Jeder Online-Dienst, ob E-Mail-Postfach, Online-Shop oder soziale Plattform, alle benötigen ein eigenes Passwort- Für unterschiedliche Dienste sollte man auch unterschiedliche Passwörter nutzen. Eine Abhilfe im Passwort-Chaos bieten Passwort-Manager. Sie generieren komplexe Passwörter und heben diese sicher auf. Um auf alle darin gespeicherten Dienste zugreifen zu können, muss man sich nur ein Gerneralpasswort merken.
  • 3. Mehr-Faktor-Authentifizierung: Oft verwendet beim Online-Banking: die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Wenn sie angeboten wird, sollte sie auch genutzt werden. Die erste Sicherheitsstufe bildet das Login-Passwort, im Anschluss erhält man eine TAN per SMS. Nur wenn sowohl das Passwort als auch die TAN stimmen, ist man eingeloggt.
  • 4. Updates: Um Viren und Schadsoftware kein Hintertürchen offen zu halten, sollten regelmäßig Sicherheitsupdates gefahren werden. Idealerweise wird in den Einstellungen der Programme Updates als automatisch eingestellt.
  • 5. Vorsicht bei dubiosen Anfragen: Mit Köpfchen handeln! Denn Banken und andere Unternehmen bitten ihre Kunden meist nicht per E-Mail vertrauliche Daten im Netz einzugeben. Mails mit unbekanntem Dateianhang, dubiosen Absendernamen und verdächtige Anfragen in sozialen Netzwerken sollte sofort gelöscht werden.
  • 6. Up-to-date bleiben: Hackerangriffe bleiben oft nicht unentdeckt. Also Ohren auf! Wenn über Sicherheitslücken, Hacks oder ähnliche Vorfälle berichtet wird, sollten Nutzer handeln. Um an Informationen zu kommen, können Nutzer beispielsweise Apps wie das Sicherheitsbarometer von DSIN einsetzen.

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