IT-Sicherheit Checkliste: So lassen sich medizinische Daten vor Kriminellen schützen

Ein Gastbeitrag von Darren Guccione 3 min Lesedauer

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In unserer Serie über Cybersecurity im Gesundheitswesen gibt es im vierten und letzten Teil eine Übersicht, wie sensible Gesundheitsdaten abgesichert werden können.

Sieben Punkte für eine gelungene Absicherung der Gesundheitsdaten.(©  grey - stock.adobe.com / KI-generiert)
Sieben Punkte für eine gelungene Absicherung der Gesundheitsdaten.
(© grey - stock.adobe.com / KI-generiert)

Führungskräfte im Gesundheitswesen belastet die Verantwortung, sich um den Schutz medizinischer Daten kümmern zu müssen. Zwar müssen sie die geeigneten Systeme nicht installieren und betreiben, aber es ist ihre Aufgabe, dafür zu sorgen, dass der Schutz etabliert und kontinuierlich aufrechterhalten wird. IT-Leiter hingegen haben die Herausforderung, die Ansprüche an die Datensicherheit und den Datenschutz mit ihren Teams umzusetzen und das stets auf dem höchstmöglichen technologischen Niveau. Außerdem erfordert es von der Geschäftsleitung und den IT-Verantwortlichen ein permanentes „Dranbleiben“ und „Anpassen“ der Cyberstrategie, um für die sich ständig wandelnde Gefahrenlage gerüstet zu sein. Nicht selten kommen sie sich deshalb vor wie Sisyphos: Sie arbeiten und arbeiten und werden doch nie fertig.

Für Entlastung sorgen ein paar wichtige Grundsätze. Sie helfen, ein sicheres und weitreichendes Cybersecurity-Konzept für den Schutz medizinischer Daten zu etablieren.

1. Regelmäßige Datensicherungen durchführen

Unternehmen des Gesundheitswesens sollten ihre Daten regelmäßig auf geschützten und unantastbaren Cloud-Diensten oder externen Festplatten sichern, um zu gewährleisten, dass diese unter keinen Umständen kompromittiert werden können. Erst dann ist es im Fall einer Attacke möglich, auf die Backups der verlorenen, gestohlenen oder durchgesickerten Daten zuzugreifen.

2. Erstellen eines Notfallplans

Ein Notfallplan ordnet Verantwortlichkeiten und listet Vorgehensweisen auf, die im Falle eines Sicherheitsverstoßes zu befolgen sind. Einen solchen Notfallplan gilt es für den Umgang mit einem potenziellen Cybersecurity-Vorfall aufzusetzen. Das hilft den betroffenen Einrichtungen, den Cyberangriff zu identifizieren, Schaden zu beheben und Sicherheitsmaßnahmen für die Zukunft zu etablieren.

3. Beschränkter Zugriff auf medizinische Daten

Gesundheitsorganisationen und -einrichtungen sollten das Zero-Trust- und Zero-Knowledge-Prinzip anwenden, um sensible Daten vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Zero Trust bedeutet, dass Mitarbeiter nur so viel Zugang zu sensiblen Daten und Ressourcen erhalten, wie sie für ihre Arbeit benötigen. Mit diesem Prinzip lässt sich der Zugriff auf medizinische Daten nicht nur gezielt einschränken. Auch diejenigen, die Zugriff auf die Daten haben sollen, erhalten den Zugang nur, wenn sie dedizierte Sicherheitsmechanismen durchlaufen, etwa eine Zwei-Faktor-Authentifizierung. Dies minimiert das Risiko maßgeblich, dass sich Cyberkriminelle unbefugten Zugang beschaffen.

4. Schutz sensibler Daten durch sichere Passwörter

Medizinische Daten müssen unbedingt mit starken und eindeutigen Passwörtern geschützt werden. Durch die Verwendung sicherer und eindeutiger Passwörter stehen Cyberkriminelle vor weitgehend unüberwindbaren Hürden, die Passwörter zu knacken und Konten oder Systeme zu kompromittieren. Darüber hinaus sollten die Passwörter organisationsweit und ohne Ausnahme an einem sicheren, geschützten Ort, beispielsweise in einer Passwortmanagement-Plattform, gespeichert sein. Diese Lösungen lassen ausschließlich starke Passwörter zu und helfen bei deren Generierung und bequemen Anwendung.

5. Mitarbeiter über Cyberrisiken aufklären

Cyberkriminelle haben es vor allem auf Mitarbeiter abgesehen, die unvorsichtig oder uninformiert sind. Indem Mitarbeiter über Cyberangriffe – beispielsweise der Identitäts- oder Passwortdiebstahl via Phishing – aufgeklärt werden, lässt sich das Risiko eines erfolgreichen Cyberangriffs minimieren. Deshalb sollten Mitarbeiter unbedingt regelmäßige Informationen und Schulungen erhalten, damit sie diese leichter erkennen und nicht darauf hereinfallen.

6. Verwendung von Security-Lösungen

Security-Lösungen erkennen Angriffe und Malware. Im Idealfall stoppen sie die Attacken rechtzeitig, bevor Schaden entsteht und entfernen die Angreifer samt ihrer Malware von den Geräten und aus dem IT-System. Durch den Einsatz leistungsfähiger Security-Lösungen können Unternehmen ihre medizinischen Daten vor dem Diebstahl durch Malware oder die allgegenwärtige Ransomware schützen.

7. Software auf dem neuesten Stand halten

Viele Cyberkriminelle haben es auf Unternehmen abgesehen, die veraltete oder ungepatchte Software verwenden. Diese Software weist häufig Sicherheitslücken auf, was Hacker zur Verbreitung von Malware ausnutzen. Um Cyberkriminelle daran zu hindern, müssen Unternehmen ihre Software konstant durch Updates auf dem neuesten Stand halten.

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Darren Guccione
CEO und Mitbegründer von Keeper Security

Bildquelle: Keeper Security

Alle Teile dieser Serie über Cybersecurity im Gesundheitswesen:

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