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Telefónica „Mein 5G-Podcast“ Cybersicherheit für Netzbetreiber und Verbraucher

| Redakteur: Peter Schmitz

Mit 5G und dem Internet der Dinge (IoT) vervielfacht sich die Komplexität für die Sicherheit vernetzter Geräte. Neue kritische Anwendungen wie vernetztes Fahren und vollautomatisierte Produktionsprozesse benötigen umfassende Schutzmechanismen. Mallik Rao, CTO bei Telefónica Deutschland spricht im „Mein 5G-Podcast“ mit Hans-Peter Bauer, VP CE bei McAfee, über Cyber Security und 5G.

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Mallik Rao, CTO bei Telefónica Deutschland spricht in der neuen Folge des „Mein 5G-Podcast“ mit Hans-Peter Bauer, Vice President Central Europe bei McAfee, über Cyber Security und 5G.
Mallik Rao, CTO bei Telefónica Deutschland spricht in der neuen Folge des „Mein 5G-Podcast“ mit Hans-Peter Bauer, Vice President Central Europe bei McAfee, über Cyber Security und 5G.
(Bild: Telefónica Germany)

5G stellt ganz neue Herausforderungen an die IT-Sicherheit von Netzen und Endgeräten. Millionen zusätzlicher SIM-Karten und IoT-Sensoren funken im Netz und sind mögliches Ziel für Angreifer. Die deutsche Wirtschaft ist ein beliebtes Ziel von Cyber-Attacken. Laut einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands BITKOM wurden drei Viertel aller befragten Unternehmen bereits Opfer von Sabotage, Datendiebstahl oder Spionage. Der wirtschaftliche Schaden beziffert sich auf über 100 Milliarden Euro pro Jahr. Hans-Peter Bauer von McAfee bestätigt das wachsende Ausmaß von Cyber-Kriminalität: „Wir registrieren aktuell 375 neue Cyber-Bedrohungen pro Minute. In Spitzenzeiten sind es sogar bis zu 500.000 pro Stunde. Ging es Hackern früher meist nur um das eigene Ego, so sind heutzutage 90 Prozent aller Angriffe kriminell motiviert, um sich finanzielle Vorteile zu verschaffen. Im Fokus der Cyber-Kriminellen stehen vor allem Finanzdienstleistungen, Banken, die Gesundheitsindustrie, Versicherungen sowie produzierende Unternehmen.“

Jedes einzelne Gerät bietet dabei einen potentiellen Angriffspunkt, der über entsprechende Sicherheitsmaßnahmen geschützt werden muss. Das gilt für neue Anwendungen, aber auch für klassische Technologien: „Bluetooth ist ein ideales Einfallstor für jeden Hacker“, führt Bauer als Beispiel an. Einige Unternehmen setzen Bluetooth-Verbindungen im Produktionsprozess für die Navigation und das Tracking innerhalb von Gebäuden ein. Ohne die Nutzung der verfügbaren Schutzmechanismen können hierüber Verbindungen zu fremden Geräten aufgebaut werden, die beispielsweise falsche Befehle senden oder den Produktionsprozess außer Kraft setzen. Durch eine unternehmensweite Sicherheitsrichtlinie, die nur vorab geprüfte Bluetooth-Geräte mit konstanten Updates der aktuellsten Patches zulässt und dies regelmäßig kontrolliert, können Unternehmen diesem potentiellen Risiko einen Riegel vorschieben. Eine sichere Variante sind 5G Campus-Netze, die rein unternehmensintern betrieben werden und gegen äußere Einflüsse geschützt sind. Dank 5G lassen sich mit dem sogenannten „Network Slicing“ auch separat abgesicherte Netzwerke für einzelne Anwendungen realisieren, denen unterschiedliche Sicherheitsstufen zugeordnet werden können.

„Vertrauen in Digitalisierung basiert auf digitaler Sicherheit. Als Telekommunikationsanbieter sind wir Teil einer kritischen Infrastruktur. Deshalb liegt Sicherheit in unserer Unternehmens-DNA“, sagt Mallik Rao, Chief Technology & Information Officer bei Telefónica Deutschland / o2. „Das Thema Cyber Security bekommt bei 5G und der Industrie 4.0 eine ganz besondere Bedeutung. Der Schutz von Kundendaten und Privatsphäre sowie die Sicherheit unseres Netzes und unserer IT-Infrastruktur haben daher oberste Priorität.“ Der Technologievorstand baut den eigenen Cyber Security-Bereich bei Telefónica Deutschland / o2 kontinuierlich aus und rüstet diesen mit zusätzlichen Kompetenzen auf.

Verbraucherbewusstsein für sichere digitale Vernetzung stärken

Auch Endkunden sind ein potentielles Ziel von Cyber-Attacken. Ob Social Media, Banktransaktionen oder Online-Shopping – jeder Nutzer hinterlässt zwangsläufig eine Vielzahl an Daten und Informationen. Für den Schutz ihrer mobilen Geräte können Verbraucher auf mobile Sicherheitslösungen zurückgreifen. Zudem bringen Technologien wie 5G zusätzliche Sicherheitsmechanismen mit sich: „Jeder einzelne Technologiesprung von 2G bis 5G hat das Bewusstsein für sichere digitale Prozesse weiter verstärkt. Bei 5G werden die eindeutigen Identifikationsnummern der SIM-Karten künftig verschlüsselt übertragen, was den Verbrauchern zusätzliche Sicherheit bietet“, erläutert Mallik Rao. Als Netzbetreiber sorgt Telefónica Deutschland / o2 mit Firewalls, dem Schließen nicht benötigter Border Gateways, VPN-Verbindungen, einem kontinuierlichen Monitoring sowie weiteren Schutzmechanismen für größtmögliche Sicherheit.

Für den Schutz von Heimnetzwerken – für private Router, PCs, Smart Speaker und Smart TVs – bauen Unternehmen wie McAfee auf die Kooperation mit Herstellern. Hans-Peter Bauer plädiert dafür, das Thema Cyber Security frühzeitig im Entwicklungsprozess einzubinden und quasi „per Design“ zu integrieren: „Wir arbeiten eng mit den Herstellern von Routern zusammen, um das Thema Sicherheit bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Entwicklung mit einzubinden. Früher war Sicherheit immer der letzte Aspekt, der nachträglich hinzugefügt wurde. Heute gibt es ein viel größeres Bewusstsein dafür, wie wichtig voll integrierte Sicherheitsmechanismen sind.“

Die aktuelle Podcast-Folge des Telefónica „Mein 5G-Podcast“ ist auf der 5G-Netzinfoseite von Telefónica Deutschland sowie auf Spotify, Apple Podcasts sowie über diverse weitere Podcast-Portale abrufbar. Jetzt reinhören und teilen!

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