Hacker-Angriff und Datendiebstahl

Cyberversicherung für Rechtsanwälte und Notare

| Redakteur: Peter Schmitz

Eine Cyber-Versicherung ist kein Freifahrtschein für den unbesorgten Umgang mit Daten, aber rechtsberatende Berufsgruppen wie Rechtsanwälte und Notare sind bei Cyber-Attacken mit einem besonders hohen Risiko konfrontiert.
Eine Cyber-Versicherung ist kein Freifahrtschein für den unbesorgten Umgang mit Daten, aber rechtsberatende Berufsgruppen wie Rechtsanwälte und Notare sind bei Cyber-Attacken mit einem besonders hohen Risiko konfrontiert. (Bild: Gina Sanders - Fotolia.com)

Der Versicherungskonzern AXA bietet ab sofort eine IT-Versicherung, die speziell auf die Bedürfnisse von rechtsberatenden Berufsgruppen wie Rechtsanwälten und Notaren zugeschnitten ist. Der in Verbindung mit einer Vermögensschadenversicherung buchbare Versicherungsbaustein deckt die Kosten für Schadensermittlung, Datenwiederherstellung und für Kommunikationsberatung zur Begrenzung von Reputationsschäden.

Rechtsanwälte und Notare gehen täglich mit besonders sensiblen Daten um, so dass es ein hohes Risiko für Hacker-Angriffe, Malware-Attacken und Datendiebstahl gibt. Die Folgen können vielfältig sein und reichen vom Ausfall der Kanzlei-Website, Datenverlusten, Imageschäden, Datenschutzverletzungen bis hin zu Erpressung.

Der neue Cyber-Versicherungsbaustein für Rechtsanwälte von AXA versichert alle Berufsträger und Mitarbeiter einer Kanzlei sowie die beruflich genutzten EDV-Anlagen inklusive der elektronischen Endgeräte. Durch den im Rahmen einer Vermögensschadenversicherung buchbaren Cyber-Versicherungsbaustein sind je Versicherungsjahr und -fall Schäden bis 100.000 Euro abgedeckt.

Vom Versicherungsschutz umfasst sind Eigenschäden wie beispielsweise Kosten zur Ermittlung des Schadenumfangs sowie der Ursache, zur Wiederherstellung von Daten und Beseitigung von Schadsoftware. Darüber hinaus übernimmt die Police Kosten für Kommunikationsberatung zur Vermeidung beziehungsweise Begrenzung von Reputationsschäden. Zudem werden Mehrkosten zur Aufrechterhaltung des Kanzleibetriebes versichert.

Die Versicherung tritt auch dann ein, wenn Daten bei externen Dienstleistern gespeichert sind, also beispielsweise bei einem Cloud-Anbieter. Die Folgen einer Datenschutzverletzung sind auch dann versichert, wenn Datenträger wie USB-Sticks gestohlen werden oder es zu einem anderweitigen Verlust kommt.

Eine Cyber-Versicherung ist kein Freifahrtschein

„Eine Cyber-Versicherung ist selbstverständlich kein Freifahrtschein für den unbesorgten Umgang mit Daten. So sollten Versicherungsnehmer wöchentlich alle Daten sichern und das Backup prüfen. Darüber hinaus sollte eingesetzte Software regelmäßig aktualisiert werden. Auch eine aktuelle, professionelle Antivirensoftware ist unverzichtbar“, so Dirk Kalinowski, Experte für IT- und Cyberversicherungen bei AXA.

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