Das Netzwerk endet längst nicht mehr an den physischen Grenzen eines Unternehmens. Im modernen Arbeitsleben ist zeit- und ortsunabhängiges Hybrid Work zum Alltag geworden. Für die IT-Abteilungen bringt dies aber neue Herausforderungen hinsichtlich der nötigen Schutzmaßnahmen mit sich. Enterprise Network Firewalls sind hierbei ein wichtiges Element.
Moderne Enterprise Network Firewalls zählen zu den Grundlagen leistungsfähiger IT-Security-Maßnahmen.
(Bild: monsitj - stock.adobe.com)
Die Möglichkeit zum zeit- und ortsunabhängigen Arbeiten („Hybrid Work“) ist für viele Arbeitnehmer ein Entscheidungskriterium bei der Wahl ihres Arbeitgebers. In Zeiten des nach wie vor grassierenden Fachkräftemangels stellt das also ein wichtiges Thema für Unternehmen dar. Während der COVID-Pandemie standen die Firmen plötzlich vor der Herausforderung, eine entsprechende Infrastruktur in kürzester Zeit aus dem Boden zu stampfen. Aufgrund der Eile wurde die Planung derartiger Umgebungen nicht immer bis ins letzte Detail perfekt ausführt. Zudem erhöhte der Einsatz verschiedener Lösungen wie etwa Cloud-Dienste, Fernzugriffs- und Videokonferenzsysteme und Kollaborationsplattformen die Komplexität erheblich.
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Da die Anwender auch nach der Pandemie gerne weiterhin Home-Office-Möglichkeiten oder mobilen Zugriff auf Daten und Anwendungen nutzen wollen, ist die Absicherung der entsprechenden Umgebungen von entscheidender Bedeutung. Dabei gilt es auch, den Datenfluss innerhalb und außerhalb der Unternehmensgrenzen zu kontrollieren. Enterprise Network Firewalls sind dabei eine große Hilfe, denn sie können den gesamten Traffic auf Bedrohungen durchleuchten und decken zudem das gesamte Firmennetzwerk ab.
Grundstein der IT-Security
Moderne Enterprise Network Firewalls zählen zu den Grundlagen leistungsfähiger IT-Security-Maßnahmen. Sie gehen dabei über die Fähigkeiten klassischer Firewalls hinaus, die den Datenverkehr unter anderem auf Basis von Ports, Protokollen und Policies analysieren. Dies ist angesichts immer raffinierterer Angriffsmethoden auch dringend erforderlich. So schützen Enterprise Network Firewalls nicht nur vor Malware, DDoS-Attacken („Distributed Denial of Service“) und Botnetzen, sondern sind auch in der Lage, Bedrohungen in verschlüsselten Übertragungen und Advanced Persistent Threats zu erkennen. Bei letzteren handelt es sich um elaborierte und gezielte Angriffe auf geschäftskritische Daten oder Infrastruktur, die schwer zu erfassen sind und enorme Schäden nach sich ziehen können.
Aktuelle Enterprise Network Firewalls werden auch als Next Generation Firewalls (NGFWs) bezeichnet. Dies ist auf ihren stark ausgebauten Funktionsumfang zurückzuführen, der neben dem reinen Datenverkehr im Netzwerk und Rechenzentrum auch (Multi-)Cloud-Umgebungen abdeckt. Sie bieten meist IDS- („Intrusion Detection System“) und IPS-Funktionen („Intrusion Prevention System“), korrelieren und überprüfen Logs mittels spezialisierter Tools, automatisieren wiederkehrende Vorgänge und kommunizieren über entsprechende Schnittstellen beispielsweise mit SIEM-Lösungen („Security Information and Event Management“). Dank der Integration von KI- und Machine-Learning-Fähigkeiten lernen die Firewalls kontinuierlich dazu und können so im besten Fall auch zuvor unbekannte Bedrohungen unterbinden. Weitere Funktionen sind zum Beispiel Deep Packet Inspection, Threat Intelligence sowie sämtliche Features klassischer Firewalls, darunter auch Web-, Spam- und Mailfilter. Die in der Regel zentrale Verwaltung stellt meist auch umfangreiche Konfigurations- und Reportingmöglichkeiten bereit.
Potente Hardware oder lieber gleich as a Service?
Derartig umfangreiche Funktionen erfordern entsprechend leistungsfähige Hardware, um im Datenverkehr großer Unternehmen nicht zu spürbaren Verzögerungen zu führen. Anbieter von Enterprise Network Firewalls bieten deshalb entsprechend dimensionierte Hardware-Appliances an, die mit modernen Multi-Core-Architekturen, SSDs, spezialisierten Komponenten und schnellen Netzwerkanbindungen ausgestattet sind. Derartige Lösungen sind meist hochskalierbar und lassen sich gezielt auf die Bedürfnisse jeder Unternehmensgröße maßschneidern, was die Kosten im Rahmen hält. Zudem lassen sie sich direkt im Rechenzentrum unterbringen und betreiben, wodurch die Unternehmen stets die volle Kontrolle über Daten und Sicherheitsmaßnahmen behalten.
Eine Alternative ist der Betrieb als Infrastructure as a Service (IaaS) in der Cloud, was auch als Firewall as a Service (FWaaS) bekannt ist. Derartige Dienste lassen sich sowohl als Ergänzung bereits vorhandener On-Premises-Implementierungen als auch als eigenständige Lösungen einsetzen. Der Funktionsumfang entspricht dabei in der Regel gängigen Enterprise Network Firewalls. Dieser Ansatz ist zudem für „Cloud first“-Strategien geeignet und lagert Hosting und Verwaltung auf einen Drittanbieter aus. Lokale Ressourcen werden somit entlastet, was hinsichtlich Personal- und Infrastrukturkosten Vorteile bieten kann. Eine weitere Alternative sind Enterprise Network Firewalls in virtualisierter Form, die hohe Flexibilität beim Einsatz ermöglichen.
Stand: 08.12.2025
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