Umfrage von BMC und Forbes zur Cyber-Sicherheit

Digitalisierung zwingt Unternehmen zu neuen Cybersecurity-Strategien

| Redakteur: Peter Schmitz

Finanzdatendiebstahl und Sicherheitslücken machen digitalen Unternehmen am meisten Sorgen Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen Sicherheitsumfrage von BMC und Forbes Insights.
Finanzdatendiebstahl und Sicherheitslücken machen digitalen Unternehmen am meisten Sorgen Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen Sicherheitsumfrage von BMC und Forbes Insights. (Bild: BMC, Forbes Insights)

Im Jahr 2016 legten die Unternehmen noch größeren Wert auf die Identifizierung und Beseitigung von Schwachstellen, um so für Hackerangriffe weniger attraktiv zu werden. Das zeigt die zweite jährlichen Sicherheitsstudie von BMC und Forbes.

69 Prozent der Führungskräfte im IT- und Sicherheitsbereich sind demnach davon überzeugt, dass die Digitale Transformation die Unternehmen zum fundamentalen Überdenken der Cybersecurity-Strategien zwingt. Als wichtigste Ressourcen, die vorrangig gegen Sicherheitsverletzungen zu schützen sind, wurden genannt: Finanzdaten, Kundendaten, Markenreputation, geistiges Eigentum und Mitarbeiterdaten. Neue Prioritäten in unternehmerischer und technologischer Hinsicht stellen IT- und Sicherheitsteams vor neue Herausforderungen. So erklären 65 Prozent der Befragten, dass Public Clouds den größten Einfluss auf die Sicherheitsstrategien haben.

„Ich habe mit vielen CIOs und CISOs gesprochen. Alle IT- und Sicherheitsbeauftragten haben am meisten Angst davor, dass auf der Titelseite des Wall Street Journal von einer schwerwiegenden Datenpanne in ihrem Unternehmen berichtet wird“, sagt Sean Pike, Program Vice President für Sicherheitsprodukte bei IDC.

BMC, ein Anbieter von IT-Lösungen und Forbes Insights, die Markt- und Wirtschaftsforschungsabteilung von Forbes Media, haben die Umfrage unter mehr als 300 C-Level-Führungskräften in Europa und Nordamerika durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Unternehmen beim Umbau der Sicherheitsarchitekturen neue Technologien zur Abwehr von Cyberkriminalität suchen und in der Unternehmensorganisation, der Risikobewertung und der Prioritätensetzung für Investitionen neue Wege beschreiten werden.

Zentrale Themen des diesjährigen Berichts sind die Verantwortlichkeiten und der Informationsaustausch zwischen den Unternehmensbereichen. Der Schwerpunkt müsse bei Prävention, Erkennung und Reaktion auf Sicherheitsvorfälle liegen – andernfalls drohe das Risiko, Opfer von fortwährenden sicherheitsrelevanten Angriffen zu werden. So haben 52 Prozent der Befragten angegeben, dass die Verantwortlichkeit der operativen Teams für Sicherheitslücken gestiegen ist.

Maximale Wirkung hat Vorrang

Im Jahr 2016 legten die Unternehmen noch größeren Wert auf die Identifizierung und Beseitigung von Schwachstellen, um so für Hackerangriffe weniger attraktiv zu werden. Unternehmen betreiben die Neutralisierung bekannter Schwachstellen mit höherer Priorität. 64 Prozent der Befragten planen, in den kommenden 12 Monaten den Schwerpunkt auf den Schutz vor bekannten Sicherheitsbedrohungen und deren Beseitigung zu legen.

Wenn auf bekannte Risiken effizient reagiert werden kann, bleibt den Teams mehr Raum, um sich stärker auf unbekannte Risiken und außerplanmäßige Aktivitäten zu konzentrieren. 68 Prozent der Befragten planen für die nächsten 12 Monate eine Verstärkung der Kapazitäten für die Reaktion auf Sicherheitsvorfälle. Dahinter steht der Leitgedanke der Unternehmen, Sicherheitsvorfälle von vorne herein zu vermeiden, indem bekannte Risiken durch systematische und effiziente Verfahren und Arbeitsweisen eliminiert werden. Mit den denkbar besten Ressourcen kann man sich dann auf den Kampf gegen Eindringlinge konzentrieren, die dennoch einen Weg in das System gefunden haben.

Die Digitale Transformation zwingt die Führungskräfte im IT- und Sicherheitsbereich zur Neubewertung der Cybersecurity-Strategien. Das hat Auswirkungen auch auf die Ausgabenpolitik des Unternehmens insgesamt. 74 Prozent der CIOs und CISOs haben bestätigt, dass der Sicherheit im Jahr 2016 mehr Priorität eingeräumt wurde als im Jahr zuvor. Mit einer großen Mehrheit von 82 Prozent haben die Führungskräfte für das kommende Jahr Mehrausgaben für die Sicherheit geplant. Sie haben erkannt, dass auch die Vorstände zu stärkeren Investitionen in die Sicherheit bereit sind, wenn der wirtschaftliche Nutzen substanziell nachgewiesen wird.

„Ohne Frage ist Cybersecurity heute als überaus wichtige übergreifende Initiative zu verstehen. Unternehmen, Regierungen und die Gesellschaft als Ganzes suchen nach neuen innovativen Wegen zur Bewältigung der digitalen Zukunft. Allen Parteien gemeinsam ist die erhöhte Bedrohung der IT-Sicherheit durch Phishing, Ransomware und bekannte Schwachstellen“, sagt Bill Berutti, Präsident des Bereichs Security und Compliance bei BMC. „Unternehmen müssen die Mauern zwischen Sicherheits- und operativem Bereich einreißen, oder sie werden Opfer ständiger Hackerangriffe sein. BMC entwickelt deshalb seine intelligenten SecOps-Lösungen ständig weiter. Die Lösungen beweisen unsere Motivation und Marktführerschaft bei der Entwicklung von Systemen, deren Einsatz bei den Kunden höchste Priorität besitzt.“

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44512605 / Risk Management)