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Desktop-Firewalls auf dem Prüfstand Kann die Windows-7-Firewall mit Drittanbieter-Alternativen mithalten?

| Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Stephan Augsten

Microsoft hat Windows 7 mit einer neuen Firewall ausgestattet, die Anwender-Rechner besser vor Angriffen schützen soll. Aber reicht diese eingebaute Firewall wirklich aus oder sollen die Anwender besser weitere Sicherheitsprodukte einsetzen? Wir haben das geprüft und geben Hilfestellung bei der Auswahl der Sicherheitsprodukte für Windows 7-Nutzer.

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Test auf Risiken und Nebenwirkungen: Kann die Windows-7-Firewall mit Drittanbieter-Lösungen mithalten?
Test auf Risiken und Nebenwirkungen: Kann die Windows-7-Firewall mit Drittanbieter-Lösungen mithalten?
( Archiv: Vogel Business Media )

Zusammen mit Windows 7 hat Microsoft auch die Firewall erneuert. Sie wurde im Funktionsumfang erweitert und kann nun auch ausgehenden Datenverkehr prüfen. Da stellt sich die Frage, ob die mit Windows 7 gelieferte Firewall zur Sicherung der Rechner ausreicht und auf zusätzliche Produkte von anderen Anbietern gänzlich verzichtet werden kann.

Um diese Frage zu klären, haben wir die Windows 7-Firewall und ihre Funktionen im Vergleich mit anderen gängigen Sicherheitsprodukten untersucht. Zum Einsatz kamen dabei jeweils ein Toolset von Symantec und Kaspersky sowie die Windows-7-Firewall.

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Für unsere Testszenarien verwendeten wir unterschiedliche Windows-7-Systeme (Versionen mit 32 und 64-Bit). Diese waren mit den Windows 7-Versionen Ultimate und Enterprise ausgestattet. Die Sprachen der Betriebssysteme waren allesamt deutsch.

Nach unseren Erkenntnissen sind all diese Unterschiede in Windows 7 aber ohne Bedeutung für die Arbeitsweise und den Funktionsumfang der geprüften Sicherheitsprodukte. Dennoch kann natürlich die Situation eintreten, dass ein bestimmtes Produkt nicht in allen Bitbreiten (32 Bit, 64 Bit) und Sprachen zur Verfügung steht.

Test-Tools

Zum Prüfen der Sicherheitslösugnen verwendeten wir verschiedene gängige Prüfprogramme wie beispielweise LeakTest, Firehole, ShieldUp, AWFT und andere. Ferner betrachteten wir die manuelle Konfiguration von Regeln und Sicherheitspolicies. Auf jenen Testrechnern, die mit der Kaspersky- oder Norton-Sicherheitssuite ausgestattet waren, hatten wir die Windows-Firewall abgeschaltet.

Das Prüfprogramm Leaktest versucht eine Verbindung über Port 80 ins Internet aufzubauen und dahin Daten zu übertragen. Es operiert somit ähnlich wie gängige Trojaner. Eine gute Firewall sollte diesen Verbindungsaufbau erkennen und den Datentransfer unterbinden.

Beim Atelier Web Firewalltester handelt es sich um eine Sammlung von mehreren Prüfroutinen. Dazu gehören unter anderem das Laden des eingestellten Browser, das Patchen des Browser im Arbeitsspeicher, das Laden von Webseiten, das Erzeugen von Threads (Angriffscode) im Windows Explorer und ähnliche Dinge.

All diese Funktionen simulieren oftmals verwendete Angriffstechniken, die eine gut funktionierende Sicherheitssoftware erkennen und abwehren sollte. ShieldsUp prüft den Rechner auf offen Ports, die oftmals für Angriffe genutzt werden.

Inhalt

  • Seite 1: Test-Szenarien und -Tools
  • Seite 2: Kaspersky Internet Security
  • Seite 3: Norton Internet Security und Windows 7 Firewall

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