Watchguard warnt vor KI-Krieg Malware-Flut erreicht neuen Höchststand

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Laut Watchguard explodiert die Malware-Zahl im ersten Quartal 2025. KI macht Phishing glaubwürdiger und Angriffe effizienter. Während Ran­som­ware abnimmt, nehmen Zero-Day-Exploits und getarnte Angriffe stark zu.

Auf Basis der Daten der „Unified Security Platform“ analysiert Watchguard regelmäßig Cyberbedrohungen. In diesem Jahr verzeichnete der Hersteller den höchsten Malware-Wert aller Zeiten.(Bild:  rolffimages - stock.adobe.com)
Auf Basis der Daten der „Unified Security Platform“ analysiert Watchguard regelmäßig Cyberbedrohungen. In diesem Jahr verzeichnete der Hersteller den höchsten Malware-Wert aller Zeiten.
(Bild: rolffimages - stock.adobe.com)

Die schlechte Nachricht des „Internet Security Reports“ von Watchguard ist, dass es im ersten Quartal 2025 171 Prozent mehr Malware gab als im Vergleich zum ersten Quartal 2024. Dies ist der höchste Wert den die Experten des Security-Anbieters jemals verzeichnet haben. Die gute Nachricht ist jedoch, dass der Erfolg proaktiver Erkennung durch maschinelles Lernen (ML) ebenfalls gestiegen ist – um 323 Prozent.

Mehr Malware, weniger Ransomware

Das Threat Lab von Watchguard verzeichnete neben der Zunahme von Zero-Day-Malware auch einen Anstieg der Schadprogramme auf TLS-Ebene (Transport Layer Security). Dabei waren verschlüsselte Kanäle der primäre Angriffsvektor. Daraus schließen die Analysten, dass Cyber­angreifer insbesondere auf Verschleierung und Verschlüsselung setzen. Daneben verzeich­neten sie einen Anstieg neuer Malware-Varianten auf Endgeräten um 712 Prozent. In den vergangenen drei Quartalen hatten sie hier einen stetigen Rückgang vermeldet.

Der Einsatz von Ransomware hingegen hat im Vergleich zu Vorquartal um 85 Prozent abge­nommen. Die Experten gehen davon aus, dass den Verbesserungen bei der Datensicherung und -wiederherstellung dieser Rückgang zu verdanken ist. Deshalb würden Angreifer ihren Fokus nun vom Verschlüsseln auf den Diebstahl von Daten legen.

Groß angelegte, gezieltere Angriffen

Im ersten Quartal 2025 war die am weitesten verbreitete Malware,die Watchguard beobachtete „Application.Cashback.B.0835E4A4“. Diese Variante wurde erstmals identifiziert und wurde vor allem in Chile und Irland eingesetzt. Dort war sie an 76 Prozent und 65 Prozent aller Cyber­an­griffe beteiligt. Wie die Experten betonen, treten Malware-Bedrohungen weiterhin eher über E-Mails auf als über das Internet. Dies deute darauf hin, dass Cyberangreifer Nutzer mit tradi­tionellen Phishing-Techniken ins Visier nehmen würden. Ein Treiber davon ist KI, die das Erstellen glaubwürdiger Phishing-Nachrichten erleichtert.

„Die neuesten Erkenntnisse aus dem Internet Security Report scheinen einen größeren Trend in der Cybersicherheitsbranche zu bestätigen. Der KI-Krieg ist da. Angreifer setzen zunehmend auf Social Engineering und Phishing-Techniken, die durch KI-Tools noch verstärkt werden”, sagt Corey Nachreiner, Chief Security Officer bei Watchguard. „Sie sind nun in der Lage, mithilfe automatisierter Prozessketten groß angelegte, hochgradig zielgerichtete Kampagnen zu star­ten. Dies unterstreicht die Notwendigkeit für Unternehmen, robuste, präzise und leistungs­starke Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen, um den Fortschritten in der KI und den sich entwickelnden Cyberrisiken einen Schritt voraus zu sein.“

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