IT-Sicherheit für die Industrie 4.0

Monitoring für kritische Anlagen und Systeme

| Redakteur: Peter Schmitz

Die Cyber-Dioden Si und M sind vom deutschen IT-Sicherheitsunternehmen Genua speziell zum Schutz von Industrieanlagen entwickelte Monitoring-Lösungen.
Die Cyber-Dioden Si und M sind vom deutschen IT-Sicherheitsunternehmen Genua speziell zum Schutz von Industrieanlagen entwickelte Monitoring-Lösungen. (Bild: Genua)

Mit der zunehmenden Vernetzung zur Industrie 4.0 steigt das Risiko für Cyber-Attacken- hier muss die IT-Sicherheit Schritt halten. Die Datendiode Cyber-Diode ermöglicht das Monitoring bspw. von Gasturbinen oder chemischen Anlagen, ohne diese kritischen Systeme durch die Vernetzung der Gefahr von Attacken via Internet auszusetzen.

Maschinen oder auch komplette Produktionsanlagen mit Anschluss ans Internet müssen vor eindringender Malware und unbefugten Zugriffen geschützt werden. Dies gilt besonders für Systeme, die kritische Infrastrukturen (KRITIS) oder andere Anlagen steuern, von deren fehlerfreier Funktion hohe Sachwerte oder gar Leben abhängen: z. B. Turbinen in Kraftwerken, Industrieroboter oder chemische Fertigungsanlagen.

Mit der Cyber-Diode können vernetzte Steuerungssysteme vor Gefahren abgeschirmt werden. Denn die Diode lässt ausschließlich Einbahn-Datentransfers zu - in Gegenrichtung wird dagegen jeder Informationsfluss konsequent abgeblockt. Geschützt hinter der Cyber-Diode können Steuerungssysteme bspw. Daten via Internet an eine zentrale Leitstelle senden und somit Predictive Maintenance ermöglichen, ohne durch die Vernetzung in Gegenrichtung angreifbar zu sein. Die Genua Cyber-Diode ist in zwei Varianten erhältlich, als Cyber-Diode Si auf kompakter Hardware für den Einsatz im Shopfloor und als leistungsstarke Cyber-Diode M mit bis zu drei Gbit/s Datendurchsatz.

Geringe Komplexität soll hohe Sicherheit garantieren

Die Cyber-Diode M erreicht einen Datendurchsatz von bis zu drei Gbit/s und kann für Einbahn-Transfers großer Datenmengen eingesetzt werden.
Die Cyber-Diode M erreicht einen Datendurchsatz von bis zu drei Gbit/s und kann für Einbahn-Transfers großer Datenmengen eingesetzt werden. (Bild: Genua)

Die Lösung von Genua ist im Gegensatz zu konkurrierenden Lösungen keine physikalische Diode mit einer Glasfaser, sondern nutzt Microkernel-Technologie. So besteht die zentrale Dioden-Funktion nur aus wenigen 100 Zeilen Code und läuft auf einem Microkernel-Betriebssystem, das ebenfalls auf das Allernotwendigste reduziert ist. Die Vorteile: Durch die geringe Komplexität ist der Code der Cyber-Diode überprüfbar, Fehler werden vermieden. Zudem ist die Dioden-Funktion fest einprogrammiert und erfordert keine Konfiguration, so dass Fehler bei der Administration und dadurch verursachte Sicherheitslücken ausgeschlossen sind.

Die Cyber-Diode überträgt Daten neben UDP auch mit den Protokollen FTP (Dateien), SMTP (E-Mail) sowie TCP. Diese Protokolle garantieren schnelle und zuverlässige Transfers, da verlorengegangene Datenpakete noch einmal gesendet werden und die Übertragungsgeschwindigkeit optimal angepasst wird.

Glasfaser-Dioden können diese performanten Protokolle nicht verarbeiten. Die Cyber-Diode M erreicht so einen Datendurchsatz von bis zu drei Gbit/s und kann für Einbahn-Transfers großer Datenmengen eingesetzt werden, z. B. zur Replikation von Datenbanken oder Archivierung von Log- oder Videodateien. Für den Einsatz direkt in rauen Industrieumgebungen ist die kompakte Variante Cyber-Diode Si ausgelegt, um bspw. Sensordaten von einer Maschine zum Leitstand zu übertragen.

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