Patch-Priorisierung in der Praxis
Was KEV und EUVD besser machen als klassische Schwachstellendatenbanken

Von Steffen Zahn 5 min Lesedauer

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Jeden Tag werden dutzende neue Schwachstellen gefunden, kurzfristig patchen lässt sich nur ein Bruchteil. Wer allein nach dem CVSS-Wert sortiert, trifft oft die falsche Stelle. KEV und EUVD verschieben den Maßstab von der Schwere zur Ausnutzung. Ihren Nutzen entfalten sie, wenn man auch ihre Grenzen kennt.

Während klassische Schwachstellendatenbanken meist nur den CVSS-Score einer Sicherheitslücke angeben, fokussieren sich KEV und EUVD auf die tatsächliche Ausnutzung und ihre Wahrscheinlichkeit.(Bild: ©  MOHAMMOD - stock.adobe.com)
Während klassische Schwachstellendatenbanken meist nur den CVSS-Score einer Sicherheitslücke angeben, fokussieren sich KEV und EUVD auf die tatsächliche Ausnutzung und ihre Wahrscheinlichkeit.
(Bild: © MOHAMMOD - stock.adobe.com)

Die meisten Sicherheitsteams kennen das Bild. Der Scanner meldet hunderte offene Punkte, viele davon mit einem Schweregrad von 9.0 aufwärts, und die Warteschlange wird trotzdem nie leer. Das BSI zählte für seinen Lagebericht 2025 durchschnittlich 119 neue Schwachstellen pro Tag. Gegen diese Menge kommt kein Patch-Fenster an.