Header-Manipulation Privilege Escalation durch Identity Spoofing in Velociraptor

Von Melanie Staudacher 1 min Lesedauer

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Eine kritische Schwachstelle in Velociraptor ermöglicht es authentifizierten Angreifern, die Identität anderer Benutzer zu spoofen und zu Ad­mi­ni­stra­tor­rech­ten zu eskalieren. Admins sollten zeitnah patchen.

Ein Nutzer mit „reader“-Rechten kann mit einem manipulierten „Grpc-Metadata-USER“-Header in Velociraptor als Administrator agieren.(Bild:  Andrea Danti - stock.adobe.com)
Ein Nutzer mit „reader“-Rechten kann mit einem manipulierten „Grpc-Metadata-USER“-Header in Velociraptor als Administrator agieren.
(Bild: Andrea Danti - stock.adobe.com)

Rapid7 hat eine kritische Privilege-Escalation-Schwachstelle EUVD-2026-56127 / CVE-2026-18972 (CVSS-Score 9.6, EPSS-Score* 0.33) in der eigenen Open-Source-Software Velociraptor bekannt gemacht. Die Sicherheitslücke ermöglicht es authentifizierten Angreifern mit nied­ri­gen Privilegien, die Identität anderer GUI-Benutzer zu spoofen und damit zu Administrator­rech­ten zu eskalieren. Betroffen sind alle Versionen bis 0.77.1.

Identity Spoofing über Custom Header

Velociraptor ist ein DFIR-Tool zur digitalen Forensik und Incident Response. Die darin ent­hal­te­ne Schwachstelle sitzt in der GUI-Authentifizierung. Ein authentifizierter Angreifer kann eine speziell präparierte Anfrage mit dem Custom Header „Grpc-Metadata-USER“ senden. Dieser Header ermöglicht es ihm, die Identität eines anderen GUI-Benutzers vorzutäuschen und sich als dieser auszugeben.

Ein Angreifer kann EUVD-2026-56127 / CVE-2026-18972 ausnutzen, um sich als Administrator auszugeben und damit auf administrative Funktionen zuzugreifen. Dies kann zu einer vollständigen Privilege Escalation führen und es dem Angreifer ermöglichen, die gesamte Velociraptor-Instanz zu übernehmen. Voraussetzung für eine erfolgreiche Ausnutzung ist dem Security Advisory nach, dass der Akteur zumindest „reader“-Rechte erlangen konnte. Das BSI warnt sogar davor, dass auch Cross-Site-Scripting-Angriffe sowie ein Denial-of-Service Zustand möglich sind.

Mit der Velociraptor-Version 0.77.2 hat Rapid7 die Sicherheitslücke geschlossen. Wenn der Patch nicht sofort aufgespielt werden kann, können Administratoren als temporäre Maßnahme den „Grpc-Metadata-USER“-Header durch einen Proxy vor dem Velociraptor GUI-Server blockieren.

* Hinweis zum EPSS-Score: Das Exploit Prediction Scoring System zeigt die Wahrscheinlichkeit in Prozent an, mit der eine Schwachstelle innerhalb der nächsten 30 Tage ausgenutzt wird. Der ent­sprechende Score kann sich im Laufe der Zeit verändern. Sofern nicht anders angegeben, beziehen wir uns auf den Stand des EPSS-Scores zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels.

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