EUVD-2026-63693 / CVE-2026-69836 Entra ID-Sicherheitslücke ist gefährlich, jedoch nicht aktiv ausgenutzt

Von Melanie Staudacher 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Microsoft hat eine kritische Remote-Code-Execution-Schwachstelle in Entra ID gepatcht. Entgegen bestehender Medienberichte wurde die Sicher­heits­lücke bisher nicht erfolgreich für Angriffe genutzt. Das steckt dahinter.

Die Entra-ID-Sicherheitslücke EUVD-2026-63693 / CVE-2026-69836 wurde fälschlicherweise als aktiv ausgenutzt eingeordnet.(Bild:  Blue Planet Studio - stock.adobe.com)
Die Entra-ID-Sicherheitslücke EUVD-2026-63693 / CVE-2026-69836 wurde fälschlicherweise als aktiv ausgenutzt eingeordnet.
(Bild: Blue Planet Studio - stock.adobe.com)

Derzeit kursieren im Internet reihenweise Berichte über die Sicherheitslücke EUVD-2026-63693 / CVE-2026-69836 (CVSS-Score 10.0, EPSS-Score* 1.56) in Microsofts Identitäts- und Zugriffsverwaltungsdienst Entra ID.

Entgegen einigen Medienberichten wurde diese Sicherheitslücke nicht aktiv ausgenutzt. Zwar hatte Microsoft in seinem Sicherheitshinweis vom 20. August 2026 zuerst bestätigt, dass die Schwachstelle aktiv ausgenutzt sei, dies jedoch einen Tag später korrigiert. Dort steht nun „Exploited No“. Auch im KEV-Katalog der CISA ist die Schwachstelle nicht gelistet. Die Redaktion von Security-Insider wird die Entwicklung beobachten und berichten, sollte sich die Bedrohungslage ändern.

Deserialisierungsfehler serverseitig behoben

Bei EUVD-2026-63693 / CVE-2026-69836 handelt es sich um einen Deserialisierungsfehler. Da nicht vertrauenswürdige Daten in Entra ID deserialisiert werden, können unbefugte Angreifer Code über ein Netzwerk ausführen. Für die Ausnutzung dieser Schwachstelle besteht eine gerine Komplexität, da keine Berechtigungen und keine Benutzerinteraktion erforderlich sind. Der höchstmögliche CVSS-Score von 10.0 ist aus diesem Grund überaus berechtigt. Vor allem, da Entra ID die zentrale Instanz für den Zugriff auf Microsoft-Cloud-Umgebungen dient und somit die Vertrauensbasis für sämtliche angebundenen Dienste bildet.

Da Entra ID ausschließlich von Microsoft betrieben wird, erfolgte die Behebung serverseitig. Für Kunden besteht kein Patch-Bedarf.

* Hinweis zum EPSS-Score: Das Exploit Prediction Scoring System zeigt die Wahrscheinlichkeit in Prozent an, mit der eine Schwachstelle innerhalb der nächsten 30 Tage ausgenutzt wird. Der ent­sprechende Score kann sich im Laufe der Zeit verändern. Sofern nicht anders angegeben, beziehen wir uns auf den Stand des EPSS-Scores zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels.

(ID:50907166)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zur IT-Sicherheit

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung