DsiN-Digitalführerschein gestartet Sicher im Netz navigieren

Von Natalie Ziebolz

Der Digitalführerschein wurde in der Cybersicherheitsstrategie für Deutschland 2021 als Maßnahme für Verbraucherschutz in der Digitalisierung verankert. Nun ist das Angebot online und bietet allen Bürgern die Möglichkeit, sich die eigenen digitalen Kompetenzen im beruflichen und privaten Umfeld zertifizieren zu lassen.

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Mit dem Digitalführerschein können Bürger und Bürgerinnen ihre digitalen Kompetenzen im beruflichen und privaten Kontext zertifizieren lassen
Mit dem Digitalführerschein können Bürger und Bürgerinnen ihre digitalen Kompetenzen im beruflichen und privaten Kontext zertifizieren lassen
(© drubig-photo – stock.adobe.com)

Ob in der Arbeit oder privat – ohne Computer und Internet geht heute fast nichts mehr. Den richtigen Umgang mit den modernen Technologien lernt jedoch nicht jeder von Klein auf. Die Initiative „Deutschland sicher im Netz“ (DsiN) hat daher den DsiN-Digitalführerschein (DiFü) ins Leben gerufen.

„Der DiFü bietet allen Bürgerinnen und Bürgern gleich welcher Altersgruppe die Chance, ihre digitalen Kompetenzen auf interaktive Art und Weise zu überprüfen, auszubauen und zu vertiefen“, so Dr. Markus Richter, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern und für Heimat und Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik. DsiN-Vorsitzender Thomas Tschersisch ergänzt: „Nahezu täglich grüßt der Hacker in der Tagesschau, Spam bevölkert unser Postfach und dubiose Kurznachrichten erreichen uns auf dem Smartphone. Kein Wunder, dass viele Menschen verunsichert sind. Ein gesundes Grundwissen hilft dabei, Ängste abzubauen und für digitale Chancen im Alltag zu begeistern. Das ist unser Ziel.“

So funktioniert's

Dieses Grundwissen soll das neue Angebot vermitteln. Unter difü.de können Interessierte einen kurzen Test machen, bei dem ihr Kompetenzniveau überprüft wird. Insgesamt gibt es drei Level und die Möglichkeit zu wählen, ob der Führerschein im privaten oder beruflichen Kontext gemacht werden soll. Im Rahmen der gewählten Einstellungen werden anschließend sechs Themenbereiche des Lernangebots, wie beispielsweise Gefahrenschutz, Datenwelt oder Technologiealltag angezeigt. Jeder Themenbereich enthält dabei eine Lektion sowie eine Teilprüfung. Letztere müssen Nutzer vor dem Ablegen der Gesamtprüfung absolviert haben. Am Ende steht die Ausstellung eines Zertifikats über die erreichte Leistung. „Wir sind eine Art TOEFL-Zertifikat für Digitalkompetenzen“, so Dr. Michael Littger, DsiN-Geschäftsführer.

Aktuell befindet sich der Digitalführerschein noch in der Beta-Phase – an der ein oder anderen Stelle läuft es daher noch nicht ganz rund. Neben Tippfehlern, findet sich auch mal eine Frage, deren Beantwortung nicht funktioniert. Dem Lernen steht dies aber nicht im Wege. Auch weil das Angebot durch den Informationsbereich „DiFü-News“ und das neue Podcastformat „D wie Digital“ zu aktuellen digitalrelevanten Themen ergänzt wird.

Förderung durch das Bundesinnenministerium

Über das genaue Angebot entscheidet ein interdisziplinären Fachbeirat aus Vertretern aus Unternehmens- und Bildungspraxis, Arbeitgeberorganisationen, kommunalen Initiativen, Datenschutzbehörden und Verbraucherorganisationen das Angebot. Für die Umsetzung arbeitet dieses mit dem Bochumer Cybersicherheitsunternehmen G DATA CyberDefense zusammen.

Das Projekt wird zudem vom Bundesinnenministerium in Zusammenarbeit mit Partnern von „Deutschland sicher im Netz“ gefördert.

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