Aktuell laufen Angriffe auf ungepatchte Firewalls von Sonicwall und nun enthält auch die Firmware der Gateways gefährliche Sicherheitslecks. Durch Ausnutzen der Schwachstellen könnten Angreifer Schadcode ausführen.
Neben der kritischen Sicherheitslücke im Firewall-Betriebssystem von Sonicwall, enhält auch die Firmware der Secure Mobile Access Appliances Schwachstellen.
Insgesamt warnt der Hersteller vor sechs Schwachstellen, die die Produkte SMA 200, 210, 400, 410 und 500v betreffen:
CVE-2024-45318, CVSS 8.1
CVE-2024-53703, CVSS 8.1
CVE-2024-38475, CVSS 7.5
CVE-2024-40763, CVSS 7.5
CVE-2024-45319, CVSS 6.3
CVE-2024-53702, CVSS 5.3
Mit der Firmware-Version 10.2.1.14-75sv behebt Sonicwall die Schwachstellen, die im schlimmsten Falle eine Remote Code Execution verursacht. Denn nutzen Cyberangreifer CVE-2024-45318 erfolgreich aus, können sie durch einen stack-basierten Pufferüberlauf Schadcode ausführen, Kontrolle über das Gerät erlangen und Daten kompromittieren.
Kritische Sicherheitslücke in Sonicwall Firewalls
Eine fehlerhafte Zugriffskontrolle im Management-Zugang und der SSLVPN-Funktion ermöglicht Angriffe auf die Firewalls. Die Schwachstelle CVE-2024-40766 mit einem CVSS-Score von 9.3 betrifft mehrere SonicWall-Modelle der Generationen 5, 6 und 7. Unautorisierte Angreifer können durch diese Sicherheitslücke Zugriff auf geschützte Ressourcen erlangen und unter bestimmten Bedingungen sogar zum Absturz der Firewall führen. Besonders gefährdet sind Geräte, die ältere Firmware-Versionen als SonicOS 7.0.1-5035 ausführen.
Das Problem liegt in einer unsachgemäßen Implementierung der Zugriffskontrollmechanismen von SonicOS. Wenn Angreifer diese Schwachstelle ausnutzen, können sie die Firewall verwalten oder auf VPN-Dienste zugreifen, ohne über die nötigen Rechte zu verfügen. Besonders besorgniserregend ist, dass erste Anzeichen darauf hindeuten, dass die Schwachstelle bereits aktiv ausgenutzt wird.
Betroffen sind eine Vielzahl von SonicWall-Geräten, darunter die SOHO-Serie der Generation 5, die Gen6-Modelle wie TZ 300, TZ 400, TZ 500 und die NSA-Serien 3600 bis 6600 sowie die neuesten Gen7-Modelle wie TZ 270, NSa 2700, NSa 3700 und NSsp 13700. In all diesen Fällen ist es möglich, dass Angreifer die Kontrolle über die Firewall übernehmen, was eine erhebliche Bedrohung für die Netzwerksicherheit darstellt.
Angriffe blockieren
Um das Risiko zu minimieren, empfiehlt SonicWall dringend, den Management-Zugang der Firewall auf vertrauenswürdige Quellen zu beschränken oder den WAN-Management-Zugang vollständig zu deaktivieren. Gleiches gilt für den Zugriff auf SSLVPN-Dienste. Diese sollten ebenfalls nur von vertrauenswürdigen IP-Adressen genutzt werden, um unbefugten Zugriff zu verhindern. Außerdem sollten Benutzer sofort die neueste Firmware-Version installieren, um die Schwachstelle zu schließen. Die aktuellen Patches stehen auf der offiziellen SonicWall-Plattform zum Download bereit.
SonicWall bietet als Workaround an, Firewall-Management-Zugänge und SSLVPN-Zugriffe auf vertrauenswürdige Netzwerke zu beschränken, bis der Patch angewendet ist. Administratoren können auch den WAN-Management-Zugang und den SSLVPN-Zugriff über das Internet vorübergehend deaktivieren, um das Risiko eines Angriffs zu verringern.
Neben dem Patch empfiehlt SonicWall dringend, dass Nutzer der Gen5- und Gen6-Firewalls, die SSLVPN-Dienste verwenden, ihre Passwörter sofort ändern. Dies gilt insbesondere für lokal verwaltete Benutzerkonten, bei denen Administratoren die Option „Passwortänderung erforderlich“ aktivieren müssen, um den Passwortwechsel zu erzwingen. Darüber hinaus wird geraten, eine Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) zu aktivieren, um die Sicherheit zusätzlich zu erhöhen. SonicWall unterstützt hierbei sowohl zeitbasierte Einmal-Passwörter (TOTP) als auch OTPs per E-Mail.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel IT-Medien GmbH, Max-Josef-Metzger-Straße 21, 86157 Augsburg, einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von Newslettern und Werbung nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung.