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Konfiguration der Mail-Infrastruktur
Um die Testumgebung so realistisch wie möglich zu gestalten, lief sämtlicher eingehende Mail-Verkehr über das UTM-Produkt. Wir verwendeten also keinen künstlich generierten Ham und Spam, sondern setzten beim Test auf realen Mail-Verkehr.
Darüber hinaus legten wir neben dem standardmäßig bereits vorhandenen Administratorkonto der Appliance noch zwei weitere Benutzerkonten an, die dazu gedacht waren, jeweils sämtliche Spam- bzw. Ham-Mails zu erhalten. Die Antispam-Funktion der Appliance leitete demzufolge im Betrieb alle als Spam erkannten Mails an den Spam-User, während die „normalen“ Mails an den Ham-User gingen.
Ansonsten aktivierten wir noch die automatische POP-Abholfunktion, die von den E-Mail-Konten bei unserem Provider von diesem Zeitpunkt an alle 15 Minuten sämtliche Mails auf die UTM-Lösung holte. Danach deaktivierten wie die Antivirus-Funktion, damit diese keine verseuchten Mails aus dem Mail-Stream entfernte und so unsere Statistik auch nicht beeinflussen konnte.
Nachdem wir dies erledigt hatten, wechselten wir im Konfigurationsinterface in das Menü „Dienste / Emailfilter / Spam / Gobal“ und trugen dort unseren Spam-Benutzer als Empfänger für Spam und Spamverdacht ein. Gleichzeitig aktivierten wir die Funktion „Spam Emails weiterleiten“.
Zum Schluss ging es noch an die Konfiguration des Spam-Filters selbst. Diese läuft über das Menü „Dienste / Emailfilter / Spam / Einstellungen“. Hier aktivierten wir zunächst die Antispam-Funktion und sorgten dann dafür, dass alle zusätzlichen Features ebenfalls aktiv waren. Konkret kamen bei uns folgende Settings zum Einsatz: „DNS Überprüfung“ aktiv, „Razor Netzwerk“ aktiv, „Inhalt (Hash) per DNS überprüfen“ aktiv und „Gewichtung des bayesischen Filters“ normal.
Einsatzmöglichkeiten
Bevor wir zu den Ergebnissen unseres Tests kommen, möchten wir noch ein paar Worte zu den Einsatzmöglichkeiten der Appliance verlieren. Sie eignet sich nämlich nicht nur – wie in unserer Testumgebung – für die Nutzung als Mailserver, sondern kann auch als Mail-Firewall vor einem anderen Mailserver arbeiten, beispielsweise vor Microsoft Exchange.
Da sich das System nahtlos ins Active Directory integrieren lässt, hält es sogar viel Last vom Exchange-Server fern, weil es nur solche Mails an ihn weiterleitet, für die auch wirklich Empfängeradressen existieren. Darüber hinaus ist die Appliance Multi-Domain-fähig und kann direkt Datenübertragungen via SMTP durchführen.
Seite 4: Testergebnis und Fazit
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