Cyberangriff auf Ceva Logistics Steam-Hardwarekunden von Datenleck betroffen

Von Marvin Djondo-Pacham 1 min Lesedauer

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Das Softwareunternehmen Valve informiert europäische Käufer von Steam-Hardware über einen Cyberangriff auf den Logistikpartner Ceva Logistics. Betroffen sein könnten Versanddaten wie Namen, Anschriften, Telefonnummern, E‑Mail‑Adressen sowie Art und Preis bestellter Hardware.

Nach dem Cyberangriff auf Ceva Logistics könnten Versanddaten europäischer Steam-Hardwarekunden betroffen sein. Valve warnt insbesondere vor Phishing mit echten Liefer- und Bestelldetails.(Bild:  KI-generiert)
Nach dem Cyberangriff auf Ceva Logistics könnten Versanddaten europäischer Steam-Hardwarekunden betroffen sein. Valve warnt insbesondere vor Phishing mit echten Liefer- und Bestelldetails.
(Bild: KI-generiert)

Laut einer von Valve an Kunden verschickten Benachrichtigung wurde Ceva Logistics zwischen dem 29. Juli und 1. August 2026 Ziel eines Cyberangriffs. Valve ist Betreiber der Plattform Steam, über die PC-Spiele sowie -Hardware verkauft werden. Die Angreifer hatten demnach Zugriff auf Server des Logistikdienstleisters Ceva, über die Versandinformationen für europäische Hardwarebestellungen für Steam verarbeitet werden.

Versanddaten betroffen, Steam-Konten nicht

Zu den möglicherweise kompromittierten Informationen gehören laut Valve:

  • Name und Anschrift
  • Land
  • Telefonnummer
  • E‑Mail‑Adresse
  • Art und Preis der bestellten Steam‑Hardware

Nicht betroffen seien Zahlungsdaten, Passwörter, Steam‑Guard‑Codes oder weitere Informationen zum Steam‑Konto und anderen Käufen.

Warnung vor Phishing mit echten Bestelldetails

Die Kombination aus Kontakt‑ und Versandinformationen kann Betrugsversuche deutlich glaubwürdiger machen. Valve warnt betroffene Kunden deshalb vor E‑Mails, SMS und Anrufen, die sich auf konkrete Steam-Hardwarebestellungen beziehen.

Angreifer könnten etwa die korrekte Anschrift nennen, eine angebliche Zustellstörung vortäuschen, eine kleine Nachzahlungsgebühr verlangen oder zur Anmeldung auf einer vermeintlichen Verifizierungsseite auffordern. Solche Nachrichten sollten laut Valve grundsätzlich als betrügerisch behandelt werden.

Ceva nimmt Systeme vom Netz

Eine Änderung des Steam-Passworts oder der Kontoeinstellungen sei nach Angaben des Unternehmens nicht erforderlich. Nutzer sollten jedoch keine Links aus unerwarteten Versand- oder Zahlungsnachrichten öffnen und stattdessen Bestellinformationen direkt über den Steam-Account prüfen.

Ceva Logistics hat die betroffenen Systeme laut Valve isoliert, offline genommen und externe Ermittler hinzugezogen. Der Logistikdienstleister untersucht weiterhin, welche Daten betroffen sind und wie der Angriff erfolgte. Das Unternehmen teilte zudem mit, Datenschutzbehörden in den betroffenen Ländern zu informieren.

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