Gigantisches Datenleck 24 Milliarden Zugangsdaten frei im Netz verfügbar

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Sicherheitsforscher haben einen der größten Datensätze gefunden, die jemals frei zugänglich im Internet lagen. Das Leak umfasst mehr als acht Terabyte an Anmeldeinformationen, viele davon im Klartext. Der Vorfall unterstreicht die wachsende Gefahr durch sogenannte Infostealer-Malware.

Über acht Terabyte an unverschlüsselten Passwörtern, Benutzernamen und E-Mail-Adressen waren zeitweise frei im Netz zugänglich.(Bild:  KI-generiert)
Über acht Terabyte an unverschlüsselten Passwörtern, Benutzernamen und E-Mail-Adressen waren zeitweise frei im Netz zugänglich.
(Bild: KI-generiert)

Ein Rechercheteam von Cybernews hat am 12. Juni 2026 ein gigantisches Datenleck aufgedeckt, das 24 Milliarden Datensätze beinhaltet. Die Informationen waren ungesichert auf einem öffentlich zugänglichen Elasticsearch-Cluster, einem Verbund vernetzter Suchserver, gespeichert. Das Gesamtvolumen des Lecks belief sich auf über 8,3 Terabyte. Inzwischen wurde der Zugriff auf den Cluster gesperrt.

Zugangsdaten im Klartext und mit Ziel-URLs

Die Brisanz des Fundes liegt in der Detailtiefe: Die geleakten Daten enthielten einzeln gespeicherte Anmeldepaare, bestehend aus E-Mail-Adressen, Benutzernamen und unverschlüsselten Passwörtern. Zusätzlich konnten die Sicherheitsforscher die URLs identifizieren, für die diese Zugangsdaten gültig sind.

„Da die Daten online zugänglich waren, sind Milliarden betroffener Konten ernsthaft durch Übernahmen gefährdet, besonders wenn sie nicht durch Multi-Faktor-Authentifizierung gesichert sind“, warnte das Team von Cybernews in einer Stellungnahme.

Hinweise auf Infostealer-Malware

Die Analysten gehen davon aus, dass es sich bei dem Fund um eine Datenbank aus sogenannten Infostealer-Logs handelt. Die Daten stammen aus 36 verschiedenen Quellen und setzen sich unter anderem aus früheren Datenleaks sowie Hacker-Foren zusammen. Allein über 1,7 Milliarden der gefundenen Datensätze wurden in einschlägigen Telegram-Kanälen entdeckt, in denen sich Cyberkriminelle austauschen.

Infostealer-Malware gehört derzeit zu den größten Bedrohungen für Privatanwender und Unternehmen. Nutzer infizieren sich häufig unwissentlich durch das Herunterladen kompromittierter Dateien, wie etwa infizierter PDFs oder Raubkopien von Software. Einmal auf dem Gerät installiert, liest die Schadsoftware im Hintergrund Passwörter, Autofill-Daten aus Browsern, Kreditkarteninformationen und Zugangsdaten zu Krypto-Wallets aus.

Aktualität der Daten und offene Fragen

Wer der Eigentümer oder Betreiber der nun gefundenen Datenbank ist, konnte bislang nicht abschließend geklärt werden. Auch das genaue Alter aller Datensätze ist schwer zu bestimmen. Ein in dem Datensatz enthaltener Nachrichtenartikel vom Februar 2026 deutet jedoch darauf hin, dass der Cluster von den Tätern noch bis vor Kurzem regelmäßig mit neuen, gestohlenen Informationen aktualisiert wurde.

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