Sicherheitszertifikat gemäß BSZ BSI zertifiziert SD-WAN-Gateway von Lancom

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat das erste Zertifikat nach dem Schema der Beschleunigten Sicherheitszertifizierung (BSZ) erteilt. Zertifiziert wurde der Lancom 1900EF, der als VPN- bzw. SD-WAN-Gateway für die sichere Standortvernetzung zum Einsatz kommt.

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Zertifizierung ist ein wichtiger Baustein der Informationssicherheit, um Verwaltung und Wirtschaft, aber auch Bürgerinnen und Bürgern, sichere Produkte und Dienstleistungen anzubieten.
Zertifizierung ist ein wichtiger Baustein der Informationssicherheit, um Verwaltung und Wirtschaft, aber auch Bürgerinnen und Bürgern, sichere Produkte und Dienstleistungen anzubieten.
(Bild: © – Olivier Le Moal – stock.adobe.com)

Bei der Abwehr von Cyberrisiken kommt der Sicherheit der Netze eine entscheidende Rolle zu: Industriespione und Cyberkriminelle suchen gezielt nach Schwachstellen in der Infrastruktur, um diese als Ausgangspunkt für Angriffe zu nutzen. So stellen gerade Router bzw. Gateways laut dem BSI-Lagebericht 2020 ein sensibles mögliches Angriffsziel für hochprofessionelle APT-Gruppen (Advanced Persistent Threats) dar. Geräte mit zertifizierter Sicherheit können hier einen guten Schutz bieten.

Neue BSI-Zertifizierung mit hohem Praxisbezug

Vor Erteilung des Zertifikats habe der Lancom 1900EF einen mehrmonatigen Zertifizierungsprozess mit umfangreichen Konformitäts- sowie Penetrationstests durchlaufen. Das Prüfverfahren sei praxisbezogen angelegt und habe zum Ziel, kritische Produkte schneller zu bewerten und für einen breiteren Zielmarkt attraktiv zu machen. Die BSZ sei kompatibel zur französischen CSPN. Diese beiden Schemata würden derzeit europäisch genormt und könnten in ein zukünftiges europäisches Schema gemäß des Cyber Security Act aufgehen.

Erstes BSI-zertifiziertes SD-WAN-Gateway

Der Lancom 1900EF könne als klassisches VPN- oder als SD-WAN-Gateway im Rahmen eines SDN-basierten Netzwerks eingesetzt werden. Aufgrund der zertifizierten Sicherheitseigenschaften eigne er sich zur standortübergreifenden Vernetzung überall dort, wo sensible Daten verarbeitet werden – darunter Behörden- und Regierungsnetze, Gesundheitswesen, Versicherer und Finanzdienstleister – sowie zum Schutz von Unternehmen und Anlagen, die Ziele von Manipulation, Sabotage oder Know-how-Abzug sind.

Teil des BSZ-Zertifikats sei eine Update-Garantie sowie die Verpflichtung, auf Meldungen zu Schwachstellen zeitnah zu reagieren. Zudem habe sich Lancom als Träger des Vertrauenszeichens „IT-Security made in Germany“ der Backdoor-Freiheit seiner Produkte verpflichtet und erfülle die hohen Anforderungen aus der Novelle des IT-Sicherheitsgesetzes an die Vertrauenswürdigkeit zentraler IT-Komponenten in kritischen Infrastrukturen.

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