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Microsoft beginnt mit der DSGVO-Umsetzung Datenschutz wird für Microsoft-Familienkonten aktiv

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Peter Schmitz

Microsoft beginnt mit der Umsetzung der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) für Benutzerkonten in Familien. Eltern sollten reagieren, damit die Konten der Kinder nicht deaktiviert werden. Die Umsetzung soll besonders den Datenschutz von Kindern schützen. Aus diesem Grund müssen Eltern der Verarbeitung von Daten zustimmen, ansonsten werden die Konten deaktiviert.

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Microsoft beginnt mit der Umsetzung der DSGVO bei Familienkonten, die auch von Kindern verwendet werden.
Microsoft beginnt mit der Umsetzung der DSGVO bei Familienkonten, die auch von Kindern verwendet werden.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Damit Familien die Microsoft-Familienkonten weiter nutzen können, müssen Eltern den neuen Datenschutzrichtlinien von Microsoft zustimmen. Microsoft wird dazu die Eltern eines Familienkontos bis Ende April informieren. Ab 25. Mai greifen die Richtlinien der DSGVO. Die Datenschutz-Grundverordnung regelt die Verarbeitung von personenbezogenen Daten. Bei Kindern unter 16 Jahren müssen Eltern der Verarbeitung zustimmen.

Die neuen Datenschutzrichtlinien für Familienkonten enthalten die Änderungen, die durch die DSGVO notwendig sind. Ohne die einmalige Zustimmung werden die Konten deaktiviert. Erst, wenn ein Elternteil den neuen Richtlinien zustimmt, wird das Konto wieder aktiviert. Bei der Deaktivierung werden keine Daten gelöscht, es ist aber keine Verwendung mehr des Kontos möglich. Wird die Einwilligung durch ein Elternteil erteilt, aktiviert Microsoft das Konto wieder, und es ist dadurch wieder nutzbar. Die genaue Vorgehensweise beschreibt Microsoft im englischsprachigen Blogbeitrag „Microsoft begins new EU GDPR parental consent verifications for children’s accounts“.

Microsoft nutzt für die Umsetzung der Überprüfung die Standards des US-amerikanischen Gesetzes für den Online-Datenschutzes für Kinder (Children’s Online Privacy Protection Act, COPPA). Bei der Bestätigung müssen Land und Geburtsdatum eingegeben werden. Erkennt das System, dass der Benutzer 16 Jahre und jünger ist, muss ein Elternteil die Verarbeitung der Daten bestätigen.

Für die Überprüfung müssen die Eltern entweder eine Kreditkarte hinterlegen und 50 Euro-Cent überweisen, oder es wird ein Altersnachweis über ein Online-Formular durchgeführt. Microsoft beschreibt die Vorgehensweise im Beitrag „Altersüberprüfung für elterliche Zustimmung“.

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Über den Autor

 Thomas Joos

Thomas Joos

Freiberuflicher Autor und Journalist